Öhringen. Gemeinsam anpacken.
Unsere Stadt ist ein lebendiger Ort für frische Ideen und mutige Initiativen. Hier entstehen Projekte, die zeigen, wie verantwortungsvolles Handeln ganz selbstverständlich Teil des Alltags werden kann und dabei das Leben für alle in Öhringen spürbar bereichert.
Auf dieser Website stellen wir Ihnen laufende und zukünftige Projekte vor, die unterschiedliche Lebensbereiche in den Blick nehmen: von neuen Wegen der Energiegewinnung über zeitgemäße Fortbewegung bis hin zu einem bewussten Umgang mit dem, was uns zur Verfügung steht. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, aktiv mitzuwirken und unsere Stadt Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Jede Maßnahme, sei es groß oder klein, zählt. Gemeinsam können wir den Unterschied machen, die Herausforderungen des Klimawandels annehmen und Lösungen gestalten, die auch morgen noch tragen. Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und darüber, wie Sie sich aktiv einbringen können.
Klimaanpassung bezieht sich auf Maßnahmen und Strategien, die ergriffen werden, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Ziel der Klimaanpassung ist es, die Verwundbarkeit von Menschen, Gemeinschaften und Ökosystemen gegenüber den veränderten klimatischen Bedingungen zu verringern.
Hauptaspekte der Klimaanpassung:
- Vorausschauende Planung: Identifikation von Risiken und Gefahren durch den Klimawandel, wie z.B. extreme Wetterereignisse.
- Infrastruktur: Anpassungen an Gebäuden und Verkehrswegen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterbedingungen.
- Landwirtschaft: Änderung von Anbaupraktiken, um Klimawandel-bedingten Herausforderungen zu begegnen, z.B. durch resistente Pflanzenarten.
- Wasserwirtschaft: Verbesserung der Wassermanagementsysteme zur Sicherstellung der Wasserversorgung trotz veränderter Niederschlagsmuster.
- Ökosystemmanagement: Schutz und Wiederherstellung von natürlichen Ökosystemen, die als Puffer gegen Klimawirkungen wirken können.
Klimaanpassung ist entscheidend, um zukünftige Schäden zu minimieren und die Resilienz von Gemeinschaften zu stärken.

Die Verwaltungsgemeinschaft Öhringen, Pfedelbach und Zweiflingen verfolgt ein flächendeckendes Biotopvernetzungskonzept, das die Kulturlandschaft bereichert und Lebensräume nachhaltig sichert. Gemeinsam mit der Landwirtschaft werden wertvolle Flächen erhalten, optimiert und zu größeren Biotopkomplexen verbunden – ein echter Gewinn für Natur und Artenvielfalt.
Bereits seit 2007 arbeitet die Stadt Öhringen an der Biotopvernetzung und seit 2009 werden die Maßnahmen aktiv umgesetzt. Auch im Jahr 2025 leiten sich zahlreiche Ökokonto-Maßnahmen direkt aus diesem Konzept ab. Die Ergebnisse sprechen für sich:
- 17 Landwirte engagieren sich auf insgesamt 30 ha Blühstreifen und Blühflächen
- 9 Landwirte legten 415 Lerchenfenster an
- 195 neue Streuobstbäume wurden gepflanzt und 148 alte Bäume gepflegt
Warum sind Blühstreifen so wertvoll?
Blühstreifen bieten Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung und Rückzugsräume, fördern Bestäuber, stabilisieren Ökosysteme und verschönern die Landschaft. In der Landwirtschaft dienen sie zudem als natürliches Nützlingsreservoir, das Schädlinge auf natürliche Weise reduziert.
Welche Bedeutung haben Lerchenfenster?
Lerchenfenster sind kleine, ausgesparte Flächen in Getreidefeldern, die speziell für die Feldlerche geschaffen werden. Sie ermöglichen den Vögeln ungehinderten Zugang zum Boden, der für ihre Brut entscheidend ist. Durch diese einfachen Maßnahmen können Feldvogelbestände nachhaltig unterstützt werden – ein wichtiger Beitrag zum Schutz gefährdeter Arten.
Streuobstbäume für Vielfalt und Struktur
Ein weiterer Baustein ist die jährliche Streuobstaktion der Verwaltungsgemeinschaft. Seit zwölf Jahren entstehen so artenreiche Lebensräume: Über 7.000 gepflanzte Streuobstbäume haben rund 700.000 m² vielfältige Naturflächen entstehen lassen.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Dieser Erfolg ist nur möglich durch die starke Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Agenda21-Gruppe Siedlung & Landwirtschaft, die sich seit 27 Jahren ehrenamtlich engagiert und Landwirtschaft, Naturschutz und Bürgerschaft an einen Tisch bringt.
Gemeinsam entsteht so ein Netzwerk, das die ökologische Vielfalt unserer Region langfristig stärkt.
Auch mit dem Thema Lichtverschmutzung beschäftigt sich die Stadt Öhringen. Seit 2022 werden die Straßenlaternen – mit Ausnahme der Beleuchtung an Zebrastreifen, im Innenstadtbereich und an Zufahrtsstraßen – nachts von 1 bis 5 Uhr ausgeschaltet. Damit wird nicht nur Energie eingespart, sondern auch der großflächigen Aufhellung des Nachthimmels entgegengewirkt.
Bei der Planung wurden die Sicherheitsaspekte ausdrücklich berücksichtigt: Alle sicherheitsrelevanten Bereiche bleiben weiterhin beleuchtet, sodass die Orientierung und Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt. Durchgängig beleuchtet sind folgende Gebiete: Innenstadt, Altstadt, Hofgarten, Bahnhof, Parkhaus Alte Turnhalle, Herrenwiese, Kuhallmand, Ö-Center-Areal, Benntenstock, Siechhauswiesen.
Seit vielen Jahren setzt Öhringen auf voll abgeschirmte Leuchtkörper, die das Licht gezielt nach unten auf die Nutzfläche lenken und Streulicht wirksam verringern. Inzwischen sind rund 3.300 Straßenlaternen – etwa 66 Prozent des Bestands – mit dieser Technik ausgerüstet. Weitere Umrüstungen sollen schrittweise erfolgen.
Warum sind solche Maßnahmen überhaupt wichtig?
Lichtverschmutzung bedeutet, dass künstliche Beleuchtung die natürliche Dunkelheit der Nacht überstrahlt. Das hat vielfältige Folgen:
- Tiere und Insekten verlieren durch übermäßiges Licht ihre Orientierung – Zugvögel, Fledermäuse oder Nachtfalter werden in ihrem natürlichen Verhalten gestört.
- Auch Pflanzen können durch Dauerbeleuchtung aus dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus geraten.
- Für uns Menschen bedeutet zu viel Licht oft weniger Schlafqualität und ein gestörtes Wohlbefinden – zudem geht der Blick auf den klaren Sternenhimmel verloren.
Was Sie beitragen können?
Jede und jeder kann helfen, den Nachthimmel wieder dunkler und natürlicher zu machen – und dabei gleichzeitig Energie zu sparen:
- Licht bewusst einsetzen: Außenbeleuchtung nur einschalten, wenn sie wirklich gebraucht wird.
- Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder nutzen, um die Beleuchtungsdauer zu begrenzen.
- Licht nach unten lenken: Leuchten so ausrichten, dass sie gezielt beleuchten und nicht in den Himmel strahlen.
- Warmweißes, blendfreies Licht verwenden – das schont Insekten und wirkt angenehmer auf das menschliche Auge.

Insgesamt circa 5.000 Straßenlaternen beleuchten Öhringen und seine Teilorte. Ein Schritt auf dem Weg Öhringen energieeffizienter auszustatten, ist die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED.
Dabei ist die Stadt schon ziemlich weit: Bereits 4268 Lampen, also 83 % sind auf LED umgestellt. Bis auf Untersöllbach sind alle Teilorte schon mit 100 % LED-Beleuchtung ausgestattet (Stand Nov. 2025).
Unser Elektriker Dieter Stirn erklärt, die Stadt verfolge das Ziel, kontinuierlich auf effizientere Leuchtmittel umzurüsten. Eine vollständige Umstellung – dort, wo es technisch möglich ist – wird angestrebt.
Das macht Öhringen energieeffizienter, somit zukunftsfähiger und führt außerdem zu einer deutlichen Kostenersparnis.
So konnte der Stromverbrauch in den letzten 20 Jahren fast um die Hälfte reduziert werden, obwohl in dieser Zeit durch Neubaugebiete zusätzliche Straßenlaternen hinzugekommen sind.
In Zahlen bedeutet das: 2005 lag der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung bei 1.428.491 kWh, 2024 nur noch bei 762.845 kWh.
Im Finanzhaushalt der Stadt werden für das Thema jährlich 80.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Auf der Karte sind Öhringen und seine Teilorte zu sehen. Blaue Punkte markieren noch nicht umgestellte Straßenbeleuchtung, orange Punkte markieren LED-Leuchten.
Ziel ist es, die Karte nach und nach vollständig orange zu färben.
Durch die Berücksichtigung der Jahreszeiten können wir nicht nur unsere Pflanzen optimal versorgen, sondern auch ökologische Praktiken integrieren, die unserem Ökosystem zugutekommen.
Willkommen in der Welt des nachhaltigen Gärtnerns! In einer Zeit, in der Umweltschutz und ressourcenschonendes Handeln immer wichtiger werden, bietet unser Garten nicht nur einen Raum für Kreativität, sondern auch eine Gelegenheit, aktiv zur Erhaltung der Natur beizutragen. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Gartenarbeit nachhaltig gestalten können – vom richtigen Rückschnitt der Hecken bis zur Verwendung von organischem Dünger. Lernen Sie, wie Sie die Gesundheit Ihrer Pflanzen fördern und gleichzeitig den Lebensraum für Nützlinge bewahren. Lassen Sie uns gemeinsam die Prinzipien des nachhaltigen Gärtnerns annehmen und so nicht nur einen blühenden Garten, sondern auch eine gesunde Umwelt schaffen!
Pflanzen fit machen für den Frühling
Der Winter ist fast vorbei – Zeit, um Pflanzen langsam aus dem Winterschlaf zu wecken.
Hecken schneiden – Jetzt ist der perfekte Moment, um Ihre Hecke noch in Form zu bringen, bevor die Nist- und Brutzeit der Vögel am 1. März beginnt. Zum Schutz der Vögel dürfen Hecken und Bäume lediglich in den Wintermonaten von Oktober bis Februar stark zurückgeschnitten werden. Pflege- und Formschnitte sowie die Gesunderhaltung von Bäumen und Hecken sind weiterhin erlaubt – solange Sie sicherstellen, dass keine Nester betroffen sind.
Übrigens: Hecken und Bäume zu schneiden, ist auch wichtig für die (Verkehrs-)Sicherheit.
Vertrocknete Äste entfernen – Trockenheit, Frost und Kälte haben ihre Spuren hinterlassen. Entfernen Sie abgestorbene oder beschädigte Äste, damit Ihre Pflanzen gesund austreiben können. Das gilt besonders für Sträucher und Bäume, aber auch für Stauden. Ein gezielter Rückschnitt sorgt für kräftiges Wachstum und eine bessere Blütenbildung.
Misteln in Obstbäumen entfernen – Misteln sind zwar dekorativ, entziehen den Bäumen jedoch wichtige Nährstoffe. Besonders in alten Obstbäumen können sie sich stark ausbreiten und das Wachstum sowie die Ernte beeinträchtigen. Jetzt ist die beste Zeit, um Misteln vorsichtig auszuschneiden, bevor die Bäume neu austreiben.
Dünger geben – Nach dem Winter sind die Nährstoffreserven im Boden oft erschöpft. Ein organischer Dünger wie Kompost gibt Ihren Pflanzen neue Energie. Besonders Frühblüher, Obstbäume und Ziersträucher profitieren jetzt von einer Extraportion Nährstoffe. Achten Sie darauf, den Dünger gut in die Erde einzuarbeiten und ihn auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen abzustimmen.
Umtopfen & Erde lockern – Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen freuen sich jetzt über frische Erde und einen größeren Topf, falls die Wurzeln keinen Platz mehr haben. Auch im Garten sollten Sie die Erde vorsichtig lockern, um die Durchlüftung zu verbessern und Staunässe zu vermeiden. Das fördert das Wurzelwachstum und hilft Ihren Pflanzen, kräftig in den Frühling zu starten.
Gärtnern im Sommer: Tipps für heiße Tage
Der Sommer ist da – mit ihm Hitze, Trockenheit und intensive Sonneneinstrahlung, die vielen Pflanzen zu schaffen machen. Unsere Leiterin der gärtnerischen Abteilung, Frau Siegrid Diem, hat ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tipps zusammengestellt:
Gießen? Ja, aber richtig!
Am besten früh morgens oder am Abend, wenn es kühler ist. So gelangt das Wasser dorthin, wo es gebraucht wird – an die Wurzeln – und verdunstet nicht gleich wieder. Im Stadtgebiet kommen beispielsweise Gießringe oder Gießsäcke zum Einsatz, um das Wasser gezielt versickern zu lassen.
Mulchen nicht vergessen!
Beim Mulchen wird der Boden rund um die Pflanzen mit einer lockeren Schicht wie z. B. Sand und Kompost bedeckt. Gerade in Staudenpflanzungen bewährt sich diese schützende Mulchschicht. Sie reduziert die Verdunstung, hält den Wurzelbereich kühl, leitet das Wasser langsamer an die Pflanzenbasis und hemmt das Aufkommen von Beikräutern. Ideal sind mineralische Materialien wie Flusssand, Estrichsand und obenauf Splitt, feine Kiesel oder ähnliches. Alternativ lassen sich auch pflanzliche Reste wie Laubkompost verwenden – ganz nach Standort und gestalterischem Anspruch.
Pflanzen, die auch bei Hitze durchhalten!
Du willst nicht ständig gießen, aber trotzdem Farbe im Garten? Dann lohnt es sich, auf trockenheitsverträgliche und klimaresistente Pflanzen zu setzen. Diese Arten kommen mit Sonne und Trockenheit gut zurecht:
Stauden:
Agastache (Duftnessel), Solidago (Goldrute), Echinacea, Rudbeckia (Sonnenhut), Liatris (Prachtscharte), Monarda (Indianernessel), Gaura (Prachtkerze), Penstemon (Bartfaden), Calamintha (Steinquendel), Origanum (Majoran), Thymus (Thymian), Verbena (Eisenkraut), Oenothera (Nachtkerze), Geranium (Storchschnabel), Erodium (Reiherschnabel), Nepeta (Katzenminze), Berkheya (Purpurdistel), Eryngium (Mannstreu), Achillea (Schafsgarbe), verschiedene Asterarten, Lavendel, Bohnenkraut, Rosmarin, Salbei (auch rotblättrig oder buntlaubig), Beifuß sowie verschiedene Ziergräser.
Gehölze:
Mönchspfeffer, Blauraute, Sommerflieder, Sommertamariske, Rosen, Wacholder, Kiefern, Spindelsträucher, japanischer Ahorn, Sieben-Söhne-des-Himmels, Strauchkastanie und Spiersträucher.
Bäume:
Tulpenbaum (Liriodendron, bekannt als guter CO₂-Speicher), verschiedene Eichenarten, Feldahorn, Spitz- und Bergahorn, Maulbeerbaum, Amberbaum, Trompetenbaum, Blauglockenbaum, Linden (insbesondere Silberlinde), Robinien, Wildkirschen, Gingko (bei weiblichen Exemplaren ist mit geruchsintensiven Früchten zu rechnen) sowie Mehlbeere.
Herbstzeit im Garten – Die perfekte Vorbereitung für das kommende Jahr
Der Herbst steht in den Startlöchern. Er bringt nicht nur bunte Blätter und kühlere Tage, sondern auch viele Aufgaben für Gartenbesitzer. Wer jetzt aktiv wird, schafft die besten Voraussetzungen für ein gesundes und blühendes Gartenjahr.
Laub sinnvoll nutzen
Das herabfallende Laub sollte nicht einfach auf der Wiese liegen bleiben. Bedeckt es den Rasen zu lange, gelangt kein Licht und keine Luft mehr an die Grasnarbe – die Folge sind gelbe oder kahle Stellen. Es ist besser, das Laub zu sammeln und weiterzuverwenden. Beispielsweise ist bei Beeten eine kleine Laubschicht ein natürlicher und klimafreundlicher Dünger. Zudem eignet sich Laub in Kombination mit Zweigen hervorragend, um Igeln ein warmes Winterquartier zu schaffen.
Rasen auf den Winter vorbereiten
Ist das Laub entfernt, sollte der Rasen ein letztes Mal gemäht und eventuell gedüngt werden. Die empfohlene Schnitthöhe liegt bei 4 bis 5 Zentimetern. So wird verhindert, dass die Halme im Winter plattgedrückt werden, gleichzeitig bleibt der Rasen aber widerstandsfähig gegenüber Frost und Kälte.
Bäume richtig schneiden
Auch Bäume können im Herbst zurückgeschnitten werden. Ab Oktober ist ein guter Zeitpunkt, da die Brutzeit der Vögel beendet ist. Das abgeschnittene Holz muss nicht entsorgt werden: Es eignet sich gut, um ein Insektenhotel zu bauen oder andere Rückzugsorte für Nützlinge zu schaffen – ein wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt im Garten.
Der perfekte Zeitpunkt für neue Pflanzen
Der Herbst ist die beste Zeit, um Blumenzwiebeln zu setzen. Tulpen, Narzissen oder Krokusse können sich in der kühlen Erde ausbreiten und überraschen im Frühling mit ihrer Farbenpracht. Auch Stauden und Gehölze lassen sich jetzt besonders gut pflanzen. Der noch warme Boden und die feuchtere Witterung helfen den Pflanzen, Wurzeln zu schlagen. So starten sie im Frühjahr mit einem stabilen Fundament.
Frostempfindliche Stauden sollten zusätzlich durch eine schützende Mulchschicht aus Laub oder Rinde abgedeckt werden. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt vor Kälteschäden.
Obst ernten und Fallobst entfernen
Der Herbst ist Erntezeit. Äpfel, Birnen und anderes Obst sollten nicht zu lange am Boden liegen bleiben, da sie Krankheiten oder Schädlinge anziehen können. Auch faules Obst, das noch am Baum hängt, sollte entfernt werden. Regelmäßiges Aufsammeln sorgt nicht nur für Ordnung im Garten, sondern auch für gesunde Obstbäume und eine bessere Ernte im nächsten Jahr.
Gut durch den Winter – Tipps für den Garten
Der Winter bringt Ruhe in den Garten. Frost, Schnee und kurze Tage lassen vieles stillstehen – doch ganz untätig müssen Gartenbesitzer auch jetzt nicht bleiben. Mit einigen gezielten Maßnahmen lassen sich Pflanzen schützen und gleichzeitig die Grundlagen für ein erfolgreiches Gartenjahr schaffen.
Pflanzen vor Frost und Schneelast schützen
So idyllisch ein verschneiter Garten auch wirkt: Nicht alle Pflanzen kommen mit Kälte und Schneelast gut zurecht. Besonders immergrüne Sträucher und formgeschnittene Gehölze können unter schwerem, nassem Schnee leiden. Es empfiehlt sich daher, die Schneelast vorsichtig abzuschütteln oder abzufegen, um Schneebruch zu vermeiden.
Junge Bäume lassen sich zusätzlich schützen, indem eine Mulchschicht aus Laub, Rindenmulch oder Schnittgut rund um den Stamm verteilt wird. Diese isoliert den Boden, hält die Feuchtigkeit und schützt die Wurzeln vor Frost.
Winterruhe respektieren – Rückzugsorte erhalten
Viele Tiere sind im Winter auf geschützte Rückzugsorte angewiesen. Laubhaufen, Totholz oder Reisig bieten Igeln, Insekten und Kleintieren wertvolle Unterschlupfmöglichkeiten. Wer jetzt auf übermäßige Ordnung verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Auch Stauden sollten möglichst stehen bleiben: Ihre Samen dienen Vögeln als Nahrung, während die Pflanzenteile den Boden schützen.
Gartenarbeiten mit Bedacht erledigen
Die Wintermonate eignen sich gut für bestimmte Arbeiten, die während der Vegetationszeit eher stören würden. Das Fällen oder stärkere Zurückschneiden von Bäumen ist jetzt möglich, da sie laubfrei sind und die Brutzeit der Vögel ruht. Zudem enthält das Holz weniger Saft und lässt sich gut zu Brennholz verarbeiten.
Auch das Entfernen von krankem oder beschädigtem Pflanzenmaterial ist sinnvoll, um die Ausbreitung von Schädlingen oder Pilzkrankheiten im Frühjahr zu verhindern.
Planung für das neue Gartenjahr
Der Winter ist die ideale Zeit, um Pläne für das kommende Gartenjahr zu schmieden. Welche Pflanzen sollen neu gesetzt werden? Gibt es Projekte, die umgesetzt werden sollen? Auch mit der Vorzucht von Pflanzen kann bereits begonnen werden. Auf der Fensterbank lassen sich viele Gemüse- und Blumenarten aussäen, die im Frühjahr ins Freiland umziehen. Wer jetzt Blumenzwiebeln von Frühjahrs- oder Winterblühern setzt, wird früh mit Farbe im Garten belohnt. Christrosen oder Winterjasmin bringen selbst in der kalten Jahreszeit Leben in den Garten und bieten frühen Insekten wertvolle Nahrungsquellen.
Gartengeräte pflegen und vorbereiten
Wenn draußen weniger zu tun ist, lohnt sich ein Blick in den Geräteschuppen. Gartengeräte sollten gereinigt, geschärft und bei Bedarf repariert werden. Gut gepflegte Werkzeuge erleichtern die Arbeit im Frühjahr und verlängern ihre Lebensdauer.
Öhringen kombiniert technische Maßnahmen, Raumplanung und naturnahe Lösungen: Rückhaltebecken, verbesserte Entwässerung, Renaturierung von Uferbereichen und Flächenentsiegelung. Überschwemmungsgebiete und Bauauflagen reduzieren Risiken; Warnsysteme, Evakuierungspläne und Beratung unterstützen die Bevölkerung. Diese Maßnahmen schützen Menschen, Infrastruktur und Gebäude. Mehr Infos hier.

Innovativ und einmalig im Hohenlohekreis: Schwammstadt-Prinzip auf dem Quartiersplatz im Limespark
Wie kann dem Klimawandel langfristig begegnet werden? Wie funktioniert ein intelligenter Umgang mit Wasser, auch in Trockenzeiten? Wie kann die Bevölkerung bei Starkregenereignissen bestmöglich geschützt werden? Das innovative Schwammstadt-Prinzip im Limespark vereint Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit und sorgt für Sicherheit. Dieses Konzept findet deutschlandweit Beachtung und zeigt, wie moderne Stadtplanung mit Klimaschutz Hand in Hand gehen kann.
Auf dem Quartiersplatz an der Grundschule Limespark haben wir das innovative Schwammstadt-Prinzip erstmals umgesetzt . Es ermöglicht, Regenwasser direkt vor Ort zu speichern und kontrolliert abzugeben – für eine bessere Wasserversorgung der Bäume und ein angenehmeres Stadtklima.
Wie funktioniert das?
In den überbauten Flächen wurde ein spezieller Unterbau verwendet, der das Wasser wie ein Schwamm aufsaugt, speichert und langsam wieder abgibt. Dadurch bleibt der Boden länger feucht, Bäume werden besser versorgt und die Umgebungstemperatur wird gesenkt.
Das Highlight: Klimasteine als Pflasterbelag!
Für diesen Belag haben wir besondere Klimasteine verwendet. Sie bestehen aus drei Schichten:
Katalysator-Schicht: Die Sichtfläche reflektiert Wärmeeinstrahlung, reduziert Lärmemissionen und neutralisiert Luftschadstoffe. Die Feuchtigkeit gelangt über die Fugen in die Speicher-Schicht und in das Erdreich.
Speicher-Schicht: Der Kernbereich kann große Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. So erzielen Pflasterflächen eine ähnlich hohe Verdunstungsrate wie eine Wiese. Im Sommer sorgt das für eine kühlende Wirkung.
Kapillar-Schicht: Die unterste Schicht ist weniger durchlässig, mehr Feuchtigkeit wird gespeichert und zusätzlich vom Erdreich aufgenommen. Dies führt zu einer erhöhten Verdunstung.
Warum ist das wichtig?
Das Schwammstadt-Prinzip hilft, unsere Städte widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu machen – eine wichtige Maßnahme für die Klimaanpassung.
Gerade an besonders heißen Tagen ist es wichtig, sich vor Überhitzung zu schützen und Erholung im Schatten zu finden. Gut, dass es in unserer Stadt kühle Rückzugsorte gibt!
Kennen Sie schon unser Kneippbecken im Hofgarten?
Unser öffentlich zugängliches Kneippbecken im Hofgarten ist ein echter Geheimtipp für heiße Sommertage in Öhringen. Es sorgt nicht nur für schnelle Abkühlung, sondern tut auch der Gesundheit gut. Beim klassischen Wassertreten geht man barfuß im Storchengang durch das kalte Wasser – das regt die Durchblutung an, erfrischt müde Beine und stärkt das Immunsystem. Auch ein kurzes Armbad, bei dem beide Unterarme für einige Sekunden ins Wasser getaucht werden, wirkt erfrischend, senkt die Körpertemperatur und bringt den Kreislauf in Schwung. Der Hofgarten mit seinen großen Bäumen bietet zudem wohltuenden Schatten und angenehme Verdunstungskühle – ideal für eine kleine Pause an heißen Sommertagen.
Weitere Kühle Orte in Öhringen:
Neben dem Kneippbecken laden auch andere Orte zur Abkühlung ein – zum Beispiel der Wasserspielplatz zwischen Kultura und Stadtmauer oder die Stadtbücherei während der Öffnungszeiten.
Noch mehr kühle Orte finden Sie unter folgendem Link: Kühle Orte im Hohenlohekreis.
Hitze kann eine Belastung sein – achten Sie gut auf sich, suchen Sie schattige und kühle Orte auf und passen Sie Ihren Tagesrhythmus den Temperaturen an.
