Öhringen. Gemeinsam anpacken.
Unsere Stadt ist ein lebendiger Ort für frische Ideen und mutige Initiativen. Hier entstehen Projekte, die zeigen, wie verantwortungsvolles Handeln ganz selbstverständlich Teil des Alltags werden kann und dabei das Leben für alle in Öhringen spürbar bereichert.
Auf dieser Website stellen wir Ihnen laufende und zukünftige Projekte vor, die unterschiedliche Lebensbereiche in den Blick nehmen: von neuen Wegen der Energiegewinnung über zeitgemäße Fortbewegung bis hin zu einem bewussten Umgang mit dem, was uns zur Verfügung steht. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, aktiv mitzuwirken und unsere Stadt Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Jede Maßnahme, sei es groß oder klein, zählt. Gemeinsam können wir den Unterschied machen, die Herausforderungen des Klimawandels annehmen und Lösungen gestalten, die auch morgen noch tragen. Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und darüber, wie Sie sich aktiv einbringen können.
Der Klimawandel stellt Städte und Gemeinden vor neue Aufgaben: längere Trockenphasen, größere Hitzeperioden und veränderte Wachstumsbedingungen. Öhringen begegnet diesen Herausforderungen mit einem klimaangepassten Ansatz – getragen von einer klaren Haltung: Bestehendes Grün wird nicht einfach „ersetzt“, sondern gezielt weiterentwickelt. Gleichzeitig werden neue Standorte mit Pflanzen bestückt, die unter veränderten Bedingungen stabiler sind.
Sigrid Diem, Leiterin der gärtnerischen Abteilung im Baubetriebshof, betont den Kern der Arbeit: „Wir priorisieren bestehende Pflanzen, pflegen sie konsequent und setzen auf bessere Bepflanzung – mit resilienten Arten und einer Beobachtung über Jahre.“ Diese Kombination aus Pflege, Anpassung und Lernprozess macht den Unterschied: Grünanlagen sollen nicht nur kurzfristig „schön aussehen“, sondern dauerhaft funktionieren.
Warum sich Bäume nicht mehr wie früher erholen
Ein wichtiges Detail zeigt, wie stark sich das Klima verändert hat: Früher konnten Bäume sich in den Nächten erholen, wenn die Temperaturen abkühlten. „Das ist heute nicht mehr der Fall“, beschreibt Diem die Entwicklung. Viele Hitzephasen verlaufen so, dass die Erholung über Nacht ausbleibt. Dadurch geraten Bäume und andere Gehölze stärker unter Stress – selbst wenn einzelne Trockenperioden nicht der alleinige Auslöser sind.
Gerade deshalb wird klimaangepasstes Gärtnern nicht auf „eine“ Ursache reduziert. Zwar spielt Wasser eine Rolle, aber Diem stellt klar: „Trockenheit ist nicht das Problem für die Pflanzen.“ Entscheidend ist vielmehr die Gesamtkombination aus Hitze, fehlender nächtlicher Abkühlung und der daraus entstehenden Dauerbelastung.
Resiliente Pflege statt ständiger Neustart
Der Pflegeaufwand lässt sich verringern, ohne Qualität zu verlieren – wenn man anders plant. Ein Ansatz in Öhringen: Pflanzen und Strukturen etwas weniger „kahl“ halten. „Etwas höher stehen lassen“ und Hecken wachsen lassen, reduziert den regelmäßigen Eingriff und fördert gleichzeitig eine naturnähere Struktur.
Dazu gehören auch Pflegepatenschaften: Bestimmte Bereiche können von der Bevölkerung oder Vereinen langfristig betreut werden. Besonders wichtig ist das Vorgehen bei neuen Pflanzungen: frisch bepflanzte Beete werden aktiv bewässert – anschließend erhalten sie eine Phase, in der sie sich „abhärten“ können. Ein Zyklus, der laut Diem funktioniert: „Nach intensiver Pflege über die ersten beiden Standjahre sie abgehärtet.“
So wird aus einem Pflegeprojekt ein Anpassungsprozess. Ziel ist, dass Pflanzen nicht dauerhaft auf Eingriffe angewiesen sind, sondern zunehmend selbst stabil bleiben.
Totholz – Lebensraum statt „Aufräumen“
Ein weiterer Baustein für Biodiversität ist Totholz. Ein abgestorbener Baum ist „wichtig wie ein lebender Baum“. Denn Totholz bietet Lebensraum für Tiere, schafft Nischen für Insekten und trägt zur Artenvielfalt bei – und damit auch zur klimarelevanten Stabilität von Ökosystemen. Klimaangepasstes Gärtnern bedeutet hier also: Nicht alles „perfekt“ machen, sondern das Richtige fördern – auch wenn es zunächst anders aussieht als klassische Pflegebilder.
Verkehrssicherheit bleibt Pflicht
So naturnah ein Ansatz auch sein soll: Verkehrssicherheit hat Priorität. Bäume, Grünflächen und Begleitstrukturen werden so gepflegt und kontrolliert, dass sichere Wege, Sichtachsen und Verkehrsbereiche gewährleistet sind. Klima- und Naturschutz arbeiten dabei nicht gegen Sicherheit, sondern werden in die Planungs- und Pflegepraxis integriert.
Weiterentwicklung in der Innenstadt: Mobile Klimawälder und Naschgärten
Gerade die Innenstädte leiden besonders unter Hitze auf versiegelten Flächen. Deshalb plant Öhringen innovative Ergänzungen: „Mobile Klimawälder“ sollen kühlen – dort, wo feste Grünflächen nur begrenzt möglich sind. Diese flexiblen Strukturen bringen Kühlung und Begrünung punktuell in den Stadtraum. Zusätzlich sind Naschgärten ein Zukunftsthema. Solche Pflanzkonzepte verbinden mehrere Ziele: Sie schaffen Grün, erhöhen die Vielfalt und machen Vegetation für Menschen sichtbar und erlebbar – mit essbaren Pflanzen als zusätzlichem Mehrwert.
Vom Hofgarten bis zu Schul- und Spielbereichen
Die Arbeit von Sigrid Diem und ihrem zwanzigköpfigen Team betrifft viele Bereiche: den Hofgarten, das Tiergehege, Grünanlagen, Straßenbegleitgrün, Schulen, Kindergärten und Bolzplätze. In einem Stadtgebiet mit rund 12.000 Bäumen wirken einzelne Maßnahmen nur im Gesamtzusammenhang. Darum geht es nicht um einzelne Projekte, sondern um ein langfristiges System: Pflanzung, Pflege, Anpassung, Beobachtung und Entwicklung.
Beobachten, lernen, langfristig handeln
Klimawandel ist dynamisch, und genau deshalb ist die Vorgehensweise in Öhringen mehrstufig und dauerhaft angelegt. Erfolgreiches klimaangepasstes Gärtnern heißt: nicht nur reagieren, sondern vorausplanen – und dabei die Pflanzen über Jahre hinweg im Blick behalten.
Öhringen zeigt damit, wie Stadtgrün zu einem aktiven Bestandteil der Resilienz wird: kühler, vielfältiger, lebendiger – und besser darauf vorbereitet, mit zukünftigen Herausforderungen umzugehen.
Die Leiterin der gärtnerischen Abteilung Sigrid Diem sagt: Klimaangepasstes Gärtnern beginnt nicht erst bei der Bepflanzung, sondern schon vorher: mit der richtigen Standortwahl, einer guten Vorbereitung und einer Pflege, die Pflanzen gezielt stärkt. Hier sind bewährte Tipps aus der Praxis.
1) Wann pflanzen?
Der Zeitpunkt macht viel aus: Optimal ist die Pflanzung im Spätherbst. Der Grund ist die Winterfeuchte. So können Pflanzen in Ruhe anwachsen, bevor die warme, trockene Phase startet.
2) Standort prüfen
• Passt der Standort zur Pflanze (Sonne/Halbschatten, Wind, eher trocken oder eher feucht)?
• Gibt es Staunässe oder trocknet der Boden extrem schnell aus?
• Ist genug Platz vorhanden, damit die Pflanzen später nicht in Stress geraten?
Gerade im privaten Garten entscheidet der Standort oft darüber, wie gut Pflanzen den Sommer überstehen.
3) Boden vorbereiten: mit organischem Material
Gute Bodenverhältnisse sind der Schlüssel. Ziel: Der Boden soll Wasser besser speichern und trotzdem luftig bleiben. Dazu kann der Boden mit organischem Material und Kompost verbessert werden.
4) Angießen ist wichtig
Direkt nach dem Pflanzen: gründlich angießen. Das hilft, dass sich Erde und Wurzeln gut verbinden und die Pflanzen nicht sofort austrocknen.
5) Austrocknen lassen – aber gezielt
Um Pflanzen widerstandsfähig zu machen, ist ein wichtiger Grundsatz hilfreich:
• Nicht dauerhaft „nass“ halten.
• Immer wieder austrocknen lassen, damit sie lernen, sich selbst zu versorgen und tiefer zu wurzeln.
Das stärkt die Pflanzen langfristig, vorausgesetzt, der Boden ist gut vorbereitet und die Etablierungsphase wird richtig begleitet.
6) Mulchen
Gerade bei Spätherbstpflanzungen ist der Schutz im Winter entscheidend:
• Mulchschicht im Winter als Schutz vor Frost
• Im Frühjahr Mulch öffnen, damit die Pflanzen wieder Luft bekommen und sich der Boden erwärmt
• In der heißen Zeit wieder dick abmulchen (z. B. mit Stroh, Rindenmulch oder Schnittmaterial)
So entsteht eine sinnvolle „Wechselstrategie“ über die Jahreszeiten hinweg.
7) Richtig mulchen bei dursttoleranten Pflanzen
Ein hilfreicher Praxispunkt: Tomaten und Gurken profitieren davon, wenn das Beet mit Rasenschnitt feucht bleibt. Rasenschnitt funktioniert hier als natürliche Mulchschicht.
8) Etablierte Klimabäume sind oft besser als Trends
„Klimabäume“ gibt es als Trend, aber nicht jeder Hype ist langfristig die beste Wahl. Sehr oft sind auch etablierte Arten besonders robust.
• Robinie: gilt als sehr resistent
• Mehlbeeren (Sorbus-Arten) funktionieren gut
• Spitzahorn ist ebenfalls ein Beispiel für „funktionierende“ Arten
• Präriestauden kommen mit trockeneren Bedingungen gut klar
Außerdem gibt es einen spannenden Hinweis aus der Pflanzenpraxis:
• Blätter mit Haaren sind häufig sehr resistent in Trockenheit, weil sie die Verdunstung reduzieren.
Klimaanpassung bezieht sich auf Maßnahmen und Strategien, die ergriffen werden, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Ziel der Klimaanpassung ist es, die Verwundbarkeit von Menschen, Gemeinschaften und Ökosystemen gegenüber den veränderten klimatischen Bedingungen zu verringern.
Hauptaspekte der Klimaanpassung:
- Vorausschauende Planung: Identifikation von Risiken und Gefahren durch den Klimawandel, wie z.B. extreme Wetterereignisse.
- Infrastruktur: Anpassungen an Gebäuden und Verkehrswegen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterbedingungen.
- Landwirtschaft: Änderung von Anbaupraktiken, um Klimawandel-bedingten Herausforderungen zu begegnen, z.B. durch resistente Pflanzenarten.
- Wasserwirtschaft: Verbesserung der Wassermanagementsysteme zur Sicherstellung der Wasserversorgung trotz veränderter Niederschlagsmuster.
- Ökosystemmanagement: Schutz und Wiederherstellung von natürlichen Ökosystemen, die als Puffer gegen Klimawirkungen wirken können.
Klimaanpassung ist entscheidend, um zukünftige Schäden zu minimieren und die Resilienz von Gemeinschaften zu stärken.

Die Verwaltungsgemeinschaft Öhringen, Pfedelbach und Zweiflingen verfolgt ein flächendeckendes Biotopvernetzungskonzept, das die Kulturlandschaft bereichert und Lebensräume nachhaltig sichert. Gemeinsam mit der Landwirtschaft werden wertvolle Flächen erhalten, optimiert und zu größeren Biotopkomplexen verbunden – ein echter Gewinn für Natur und Artenvielfalt.
Bereits seit 2007 arbeitet die Stadt Öhringen an der Biotopvernetzung und seit 2009 werden die Maßnahmen aktiv umgesetzt. Auch im Jahr 2025 leiten sich zahlreiche Ökokonto-Maßnahmen direkt aus diesem Konzept ab. Die Ergebnisse sprechen für sich:
- 17 Landwirte engagieren sich auf insgesamt 30 ha Blühstreifen und Blühflächen
- 9 Landwirte legten 415 Lerchenfenster an
- 195 neue Streuobstbäume wurden gepflanzt und 148 alte Bäume gepflegt
Warum sind Blühstreifen so wertvoll?
Blühstreifen bieten Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung und Rückzugsräume, fördern Bestäuber, stabilisieren Ökosysteme und verschönern die Landschaft. In der Landwirtschaft dienen sie zudem als natürliches Nützlingsreservoir, das Schädlinge auf natürliche Weise reduziert.
Welche Bedeutung haben Lerchenfenster?
Lerchenfenster sind kleine, ausgesparte Flächen in Getreidefeldern, die speziell für die Feldlerche geschaffen werden. Sie ermöglichen den Vögeln ungehinderten Zugang zum Boden, der für ihre Brut entscheidend ist. Durch diese einfachen Maßnahmen können Feldvogelbestände nachhaltig unterstützt werden – ein wichtiger Beitrag zum Schutz gefährdeter Arten.
Streuobstbäume für Vielfalt und Struktur
Ein weiterer Baustein ist die jährliche Streuobstaktion der Verwaltungsgemeinschaft. Seit zwölf Jahren entstehen so artenreiche Lebensräume: Über 7.000 gepflanzte Streuobstbäume haben rund 700.000 m² vielfältige Naturflächen entstehen lassen.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Dieser Erfolg ist nur möglich durch die starke Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Agenda21-Gruppe Siedlung & Landwirtschaft, die sich seit 27 Jahren ehrenamtlich engagiert und Landwirtschaft, Naturschutz und Bürgerschaft an einen Tisch bringt.
Gemeinsam entsteht so ein Netzwerk, das die ökologische Vielfalt unserer Region langfristig stärkt.
Auch mit dem Thema Lichtverschmutzung beschäftigt sich die Stadt Öhringen. Seit 2022 werden die Straßenlaternen – mit Ausnahme der Beleuchtung an Zebrastreifen, im Innenstadtbereich und an Zufahrtsstraßen – nachts von 1 bis 5 Uhr ausgeschaltet. Damit wird nicht nur Energie eingespart, sondern auch der großflächigen Aufhellung des Nachthimmels entgegengewirkt.
Bei der Planung wurden die Sicherheitsaspekte ausdrücklich berücksichtigt: Alle sicherheitsrelevanten Bereiche bleiben weiterhin beleuchtet, sodass die Orientierung und Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt. Durchgängig beleuchtet sind folgende Gebiete: Innenstadt, Altstadt, Hofgarten, Bahnhof, Parkhaus Alte Turnhalle, Herrenwiese, Kuhallmand, Ö-Center-Areal, Benntenstock, Siechhauswiesen.
Seit vielen Jahren setzt Öhringen auf voll abgeschirmte Leuchtkörper, die das Licht gezielt nach unten auf die Nutzfläche lenken und Streulicht wirksam verringern. Inzwischen sind rund 3.300 Straßenlaternen – etwa 66 Prozent des Bestands – mit dieser Technik ausgerüstet. Weitere Umrüstungen sollen schrittweise erfolgen.
Warum sind solche Maßnahmen überhaupt wichtig?
Lichtverschmutzung bedeutet, dass künstliche Beleuchtung die natürliche Dunkelheit der Nacht überstrahlt. Das hat vielfältige Folgen:
- Tiere und Insekten verlieren durch übermäßiges Licht ihre Orientierung – Zugvögel, Fledermäuse oder Nachtfalter werden in ihrem natürlichen Verhalten gestört.
- Auch Pflanzen können durch Dauerbeleuchtung aus dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus geraten.
- Für uns Menschen bedeutet zu viel Licht oft weniger Schlafqualität und ein gestörtes Wohlbefinden – zudem geht der Blick auf den klaren Sternenhimmel verloren.
Was Sie beitragen können?
Jede und jeder kann helfen, den Nachthimmel wieder dunkler und natürlicher zu machen – und dabei gleichzeitig Energie zu sparen:
- Licht bewusst einsetzen: Außenbeleuchtung nur einschalten, wenn sie wirklich gebraucht wird.
- Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder nutzen, um die Beleuchtungsdauer zu begrenzen.
- Licht nach unten lenken: Leuchten so ausrichten, dass sie gezielt beleuchten und nicht in den Himmel strahlen.
- Warmweißes, blendfreies Licht verwenden – das schont Insekten und wirkt angenehmer auf das menschliche Auge.

Insgesamt circa 5.000 Straßenlaternen beleuchten Öhringen und seine Teilorte. Ein Schritt auf dem Weg Öhringen energieeffizienter auszustatten, ist die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED.
Dabei ist die Stadt schon ziemlich weit: Bereits 4268 Lampen, also 83 % sind auf LED umgestellt. Bis auf Untersöllbach sind alle Teilorte schon mit 100 % LED-Beleuchtung ausgestattet (Stand Nov. 2025).
Unser Elektriker Dieter Stirn erklärt, die Stadt verfolge das Ziel, kontinuierlich auf effizientere Leuchtmittel umzurüsten. Eine vollständige Umstellung – dort, wo es technisch möglich ist – wird angestrebt.
Das macht Öhringen energieeffizienter, somit zukunftsfähiger und führt außerdem zu einer deutlichen Kostenersparnis.
So konnte der Stromverbrauch in den letzten 20 Jahren fast um die Hälfte reduziert werden, obwohl in dieser Zeit durch Neubaugebiete zusätzliche Straßenlaternen hinzugekommen sind.
In Zahlen bedeutet das: 2005 lag der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung bei 1.428.491 kWh, 2024 nur noch bei 762.845 kWh.
Im Finanzhaushalt der Stadt werden für das Thema jährlich 80.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Durch die Berücksichtigung der Jahreszeiten können wir nicht nur unsere Pflanzen optimal versorgen, sondern auch ökologische Praktiken integrieren, die unserem Ökosystem zugutekommen.
Willkommen in der Welt des nachhaltigen Gärtnerns! In einer Zeit, in der Umweltschutz und ressourcenschonendes Handeln immer wichtiger werden, bietet unser Garten nicht nur einen Raum für Kreativität, sondern auch eine Gelegenheit, aktiv zur Erhaltung der Natur beizutragen. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Gartenarbeit nachhaltig gestalten können – vom richtigen Rückschnitt der Hecken bis zur Verwendung von organischem Dünger. Lernen Sie, wie Sie die Gesundheit Ihrer Pflanzen fördern und gleichzeitig den Lebensraum für Nützlinge bewahren. Lassen Sie uns gemeinsam die Prinzipien des nachhaltigen Gärtnerns annehmen und so nicht nur einen blühenden Garten, sondern auch eine gesunde Umwelt schaffen!
Pflanzen fit machen für den Frühling
Der Winter ist fast vorbei – Zeit, um Pflanzen langsam aus dem Winterschlaf zu wecken.
Hecken schneiden – Jetzt ist der perfekte Moment, um Ihre Hecke noch in Form zu bringen, bevor die Nist- und Brutzeit der Vögel am 1. März beginnt. Zum Schutz der Vögel dürfen Hecken und Bäume lediglich in den Wintermonaten von Oktober bis Februar stark zurückgeschnitten werden. Pflege- und Formschnitte sowie die Gesunderhaltung von Bäumen und Hecken sind weiterhin erlaubt – solange Sie sicherstellen, dass keine Nester betroffen sind.
Übrigens: Hecken und Bäume zu schneiden, ist auch wichtig für die (Verkehrs-)Sicherheit.
Vertrocknete Äste entfernen – Trockenheit, Frost und Kälte haben ihre Spuren hinterlassen. Entfernen Sie abgestorbene oder beschädigte Äste, damit Ihre Pflanzen gesund austreiben können. Das gilt besonders für Sträucher und Bäume, aber auch für Stauden. Ein gezielter Rückschnitt sorgt für kräftiges Wachstum und eine bessere Blütenbildung.
Misteln in Obstbäumen entfernen – Misteln sind zwar dekorativ, entziehen den Bäumen jedoch wichtige Nährstoffe. Besonders in alten Obstbäumen können sie sich stark ausbreiten und das Wachstum sowie die Ernte beeinträchtigen. Jetzt ist die beste Zeit, um Misteln vorsichtig auszuschneiden, bevor die Bäume neu austreiben.
Dünger geben – Nach dem Winter sind die Nährstoffreserven im Boden oft erschöpft. Ein organischer Dünger wie Kompost gibt Ihren Pflanzen neue Energie. Besonders Frühblüher, Obstbäume und Ziersträucher profitieren jetzt von einer Extraportion Nährstoffe. Achten Sie darauf, den Dünger gut in die Erde einzuarbeiten und ihn auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen abzustimmen.
Umtopfen & Erde lockern – Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen freuen sich jetzt über frische Erde und einen größeren Topf, falls die Wurzeln keinen Platz mehr haben. Auch im Garten sollten Sie die Erde vorsichtig lockern, um die Durchlüftung zu verbessern und Staunässe zu vermeiden. Das fördert das Wurzelwachstum und hilft Ihren Pflanzen, kräftig in den Frühling zu starten.
Gärtnern im Sommer: Tipps für heiße Tage
Der Sommer ist da – mit ihm Hitze, Trockenheit und intensive Sonneneinstrahlung, die vielen Pflanzen zu schaffen machen. Unsere Leiterin der gärtnerischen Abteilung, Frau Siegrid Diem, hat ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tipps zusammengestellt:
Gießen? Ja, aber richtig!
Am besten früh morgens oder am Abend, wenn es kühler ist. So gelangt das Wasser dorthin, wo es gebraucht wird – an die Wurzeln – und verdunstet nicht gleich wieder. Im Stadtgebiet kommen beispielsweise Gießringe oder Gießsäcke zum Einsatz, um das Wasser gezielt versickern zu lassen.
Mulchen nicht vergessen!
Beim Mulchen wird der Boden rund um die Pflanzen mit einer lockeren Schicht wie z. B. Sand und Kompost bedeckt. Gerade in Staudenpflanzungen bewährt sich diese schützende Mulchschicht. Sie reduziert die Verdunstung, hält den Wurzelbereich kühl, leitet das Wasser langsamer an die Pflanzenbasis und hemmt das Aufkommen von Beikräutern. Ideal sind mineralische Materialien wie Flusssand, Estrichsand und obenauf Splitt, feine Kiesel oder ähnliches. Alternativ lassen sich auch pflanzliche Reste wie Laubkompost verwenden – ganz nach Standort und gestalterischem Anspruch.
Pflanzen, die auch bei Hitze durchhalten!
Du willst nicht ständig gießen, aber trotzdem Farbe im Garten? Dann lohnt es sich, auf trockenheitsverträgliche und klimaresistente Pflanzen zu setzen. Diese Arten kommen mit Sonne und Trockenheit gut zurecht:
Stauden:
Agastache (Duftnessel), Solidago (Goldrute), Echinacea, Rudbeckia (Sonnenhut), Liatris (Prachtscharte), Monarda (Indianernessel), Gaura (Prachtkerze), Penstemon (Bartfaden), Calamintha (Steinquendel), Origanum (Majoran), Thymus (Thymian), Verbena (Eisenkraut), Oenothera (Nachtkerze), Geranium (Storchschnabel), Erodium (Reiherschnabel), Nepeta (Katzenminze), Berkheya (Purpurdistel), Eryngium (Mannstreu), Achillea (Schafsgarbe), verschiedene Asterarten, Lavendel, Bohnenkraut, Rosmarin, Salbei (auch rotblättrig oder buntlaubig), Beifuß sowie verschiedene Ziergräser.
Gehölze:
Mönchspfeffer, Blauraute, Sommerflieder, Sommertamariske, Rosen, Wacholder, Kiefern, Spindelsträucher, japanischer Ahorn, Sieben-Söhne-des-Himmels, Strauchkastanie und Spiersträucher.
Bäume:
Tulpenbaum (Liriodendron, bekannt als guter CO₂-Speicher), verschiedene Eichenarten, Feldahorn, Spitz- und Bergahorn, Maulbeerbaum, Amberbaum, Trompetenbaum, Blauglockenbaum, Linden (insbesondere Silberlinde), Robinien, Wildkirschen, Gingko (bei weiblichen Exemplaren ist mit geruchsintensiven Früchten zu rechnen) sowie Mehlbeere.
Herbstzeit im Garten – Die perfekte Vorbereitung für das kommende Jahr
Der Herbst steht in den Startlöchern. Er bringt nicht nur bunte Blätter und kühlere Tage, sondern auch viele Aufgaben für Gartenbesitzer. Wer jetzt aktiv wird, schafft die besten Voraussetzungen für ein gesundes und blühendes Gartenjahr.
Laub sinnvoll nutzen
Das herabfallende Laub sollte nicht einfach auf der Wiese liegen bleiben. Bedeckt es den Rasen zu lange, gelangt kein Licht und keine Luft mehr an die Grasnarbe – die Folge sind gelbe oder kahle Stellen. Es ist besser, das Laub zu sammeln und weiterzuverwenden. Beispielsweise ist bei Beeten eine kleine Laubschicht ein natürlicher und klimafreundlicher Dünger. Zudem eignet sich Laub in Kombination mit Zweigen hervorragend, um Igeln ein warmes Winterquartier zu schaffen.
Rasen auf den Winter vorbereiten
Ist das Laub entfernt, sollte der Rasen ein letztes Mal gemäht und eventuell gedüngt werden. Die empfohlene Schnitthöhe liegt bei 4 bis 5 Zentimetern. So wird verhindert, dass die Halme im Winter plattgedrückt werden, gleichzeitig bleibt der Rasen aber widerstandsfähig gegenüber Frost und Kälte.
Bäume richtig schneiden
Auch Bäume können im Herbst zurückgeschnitten werden. Ab Oktober ist ein guter Zeitpunkt, da die Brutzeit der Vögel beendet ist. Das abgeschnittene Holz muss nicht entsorgt werden: Es eignet sich gut, um ein Insektenhotel zu bauen oder andere Rückzugsorte für Nützlinge zu schaffen – ein wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt im Garten.
Der perfekte Zeitpunkt für neue Pflanzen
Der Herbst ist die beste Zeit, um Blumenzwiebeln zu setzen. Tulpen, Narzissen oder Krokusse können sich in der kühlen Erde ausbreiten und überraschen im Frühling mit ihrer Farbenpracht. Auch Stauden und Gehölze lassen sich jetzt besonders gut pflanzen. Der noch warme Boden und die feuchtere Witterung helfen den Pflanzen, Wurzeln zu schlagen. So starten sie im Frühjahr mit einem stabilen Fundament.
Frostempfindliche Stauden sollten zusätzlich durch eine schützende Mulchschicht aus Laub oder Rinde abgedeckt werden. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt vor Kälteschäden.
Obst ernten und Fallobst entfernen
Der Herbst ist Erntezeit. Äpfel, Birnen und anderes Obst sollten nicht zu lange am Boden liegen bleiben, da sie Krankheiten oder Schädlinge anziehen können. Auch faules Obst, das noch am Baum hängt, sollte entfernt werden. Regelmäßiges Aufsammeln sorgt nicht nur für Ordnung im Garten, sondern auch für gesunde Obstbäume und eine bessere Ernte im nächsten Jahr.
Gut durch den Winter – Tipps für den Garten
Der Winter bringt Ruhe in den Garten. Frost, Schnee und kurze Tage lassen vieles stillstehen – doch ganz untätig müssen Gartenbesitzer auch jetzt nicht bleiben. Mit einigen gezielten Maßnahmen lassen sich Pflanzen schützen und gleichzeitig die Grundlagen für ein erfolgreiches Gartenjahr schaffen.
Pflanzen vor Frost und Schneelast schützen
So idyllisch ein verschneiter Garten auch wirkt: Nicht alle Pflanzen kommen mit Kälte und Schneelast gut zurecht. Besonders immergrüne Sträucher und formgeschnittene Gehölze können unter schwerem, nassem Schnee leiden. Es empfiehlt sich daher, die Schneelast vorsichtig abzuschütteln oder abzufegen, um Schneebruch zu vermeiden.
Junge Bäume lassen sich zusätzlich schützen, indem eine Mulchschicht aus Laub, Rindenmulch oder Schnittgut rund um den Stamm verteilt wird. Diese isoliert den Boden, hält die Feuchtigkeit und schützt die Wurzeln vor Frost.
Winterruhe respektieren – Rückzugsorte erhalten
Viele Tiere sind im Winter auf geschützte Rückzugsorte angewiesen. Laubhaufen, Totholz oder Reisig bieten Igeln, Insekten und Kleintieren wertvolle Unterschlupfmöglichkeiten. Wer jetzt auf übermäßige Ordnung verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Auch Stauden sollten möglichst stehen bleiben: Ihre Samen dienen Vögeln als Nahrung, während die Pflanzenteile den Boden schützen.
Gartenarbeiten mit Bedacht erledigen
Die Wintermonate eignen sich gut für bestimmte Arbeiten, die während der Vegetationszeit eher stören würden. Das Fällen oder stärkere Zurückschneiden von Bäumen ist jetzt möglich, da sie laubfrei sind und die Brutzeit der Vögel ruht. Zudem enthält das Holz weniger Saft und lässt sich gut zu Brennholz verarbeiten.
Auch das Entfernen von krankem oder beschädigtem Pflanzenmaterial ist sinnvoll, um die Ausbreitung von Schädlingen oder Pilzkrankheiten im Frühjahr zu verhindern.
Planung für das neue Gartenjahr
Der Winter ist die ideale Zeit, um Pläne für das kommende Gartenjahr zu schmieden. Welche Pflanzen sollen neu gesetzt werden? Gibt es Projekte, die umgesetzt werden sollen? Auch mit der Vorzucht von Pflanzen kann bereits begonnen werden. Auf der Fensterbank lassen sich viele Gemüse- und Blumenarten aussäen, die im Frühjahr ins Freiland umziehen. Wer jetzt Blumenzwiebeln von Frühjahrs- oder Winterblühern setzt, wird früh mit Farbe im Garten belohnt. Christrosen oder Winterjasmin bringen selbst in der kalten Jahreszeit Leben in den Garten und bieten frühen Insekten wertvolle Nahrungsquellen.
Gartengeräte pflegen und vorbereiten
Wenn draußen weniger zu tun ist, lohnt sich ein Blick in den Geräteschuppen. Gartengeräte sollten gereinigt, geschärft und bei Bedarf repariert werden. Gut gepflegte Werkzeuge erleichtern die Arbeit im Frühjahr und verlängern ihre Lebensdauer.
Öhringen kombiniert technische Maßnahmen, Raumplanung und naturnahe Lösungen: Rückhaltebecken, verbesserte Entwässerung, Renaturierung von Uferbereichen und Flächenentsiegelung. Überschwemmungsgebiete und Bauauflagen reduzieren Risiken; Warnsysteme, Evakuierungspläne und Beratung unterstützen die Bevölkerung. Diese Maßnahmen schützen Menschen, Infrastruktur und Gebäude. Mehr Infos hier.

Innovativ und einmalig im Hohenlohekreis: Schwammstadt-Prinzip auf dem Quartiersplatz im Limespark
Wie kann dem Klimawandel langfristig begegnet werden? Wie funktioniert ein intelligenter Umgang mit Wasser, auch in Trockenzeiten? Wie kann die Bevölkerung bei Starkregenereignissen bestmöglich geschützt werden? Das innovative Schwammstadt-Prinzip im Limespark vereint Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit und sorgt für Sicherheit. Dieses Konzept findet deutschlandweit Beachtung und zeigt, wie moderne Stadtplanung mit Klimaschutz Hand in Hand gehen kann.
Auf dem Quartiersplatz an der Grundschule Limespark haben wir das innovative Schwammstadt-Prinzip erstmals umgesetzt . Es ermöglicht, Regenwasser direkt vor Ort zu speichern und kontrolliert abzugeben – für eine bessere Wasserversorgung der Bäume und ein angenehmeres Stadtklima.
Wie funktioniert das?
In den überbauten Flächen wurde ein spezieller Unterbau verwendet, der das Wasser wie ein Schwamm aufsaugt, speichert und langsam wieder abgibt. Dadurch bleibt der Boden länger feucht, Bäume werden besser versorgt und die Umgebungstemperatur wird gesenkt.
Das Highlight: Klimasteine als Pflasterbelag!
Für diesen Belag haben wir besondere Klimasteine verwendet. Sie bestehen aus drei Schichten:
Katalysator-Schicht: Die Sichtfläche reflektiert Wärmeeinstrahlung, reduziert Lärmemissionen und neutralisiert Luftschadstoffe. Die Feuchtigkeit gelangt über die Fugen in die Speicher-Schicht und in das Erdreich.
Speicher-Schicht: Der Kernbereich kann große Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. So erzielen Pflasterflächen eine ähnlich hohe Verdunstungsrate wie eine Wiese. Im Sommer sorgt das für eine kühlende Wirkung.
Kapillar-Schicht: Die unterste Schicht ist weniger durchlässig, mehr Feuchtigkeit wird gespeichert und zusätzlich vom Erdreich aufgenommen. Dies führt zu einer erhöhten Verdunstung.
Warum ist das wichtig?
Das Schwammstadt-Prinzip hilft, unsere Städte widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu machen – eine wichtige Maßnahme für die Klimaanpassung.
Gerade an besonders heißen Tagen ist es wichtig, sich vor Überhitzung zu schützen und Erholung im Schatten zu finden. Gut, dass es in unserer Stadt kühle Rückzugsorte gibt!
Kennen Sie schon unser Kneippbecken im Hofgarten?
Unser öffentlich zugängliches Kneippbecken im Hofgarten ist ein echter Geheimtipp für heiße Sommertage in Öhringen. Es sorgt nicht nur für schnelle Abkühlung, sondern tut auch der Gesundheit gut. Beim klassischen Wassertreten geht man barfuß im Storchengang durch das kalte Wasser – das regt die Durchblutung an, erfrischt müde Beine und stärkt das Immunsystem. Auch ein kurzes Armbad, bei dem beide Unterarme für einige Sekunden ins Wasser getaucht werden, wirkt erfrischend, senkt die Körpertemperatur und bringt den Kreislauf in Schwung. Der Hofgarten mit seinen großen Bäumen bietet zudem wohltuenden Schatten und angenehme Verdunstungskühle – ideal für eine kleine Pause an heißen Sommertagen.
Weitere Kühle Orte in Öhringen:
Neben dem Kneippbecken laden auch andere Orte zur Abkühlung ein – zum Beispiel der Wasserspielplatz zwischen Kultura und Stadtmauer.
Noch mehr kühle Orte finden Sie unter folgendem Link: Kühle Orte im Hohenlohekreis.
Hitze kann eine Belastung sein – achten Sie gut auf sich, suchen Sie schattige und kühle Orte auf und passen Sie Ihren Tagesrhythmus den Temperaturen an.
Die Stadt Öhringen setzt ihre Baumpflanz- und Begrünungsmaßnahmen konsequent durch das Gärtnereiteam des Baubetriebshofs um und verfolgt dabei insbesondere klimaresiliente und insektenfreundliche Konzepte.
Ein aktuelles Beispiel ist die Neugestaltung des Parkplatzes an der Reithalle/Hohenloher Scheune in Cappel, rechtzeitig zum Reitturnier. Dort wurde eine vielfältige Bepflanzung aus Amberbäumen, Sträuchern, Rosen, Gräsern und Stauden umgesetzt. Bei den Rosen wurden gezielt einfachblühende Sorten gewählt, um Nahrung für Bienen und andere Insekten bereitzustellen.
Weitere Maßnahmen betreffen den Limespark, wo neu gepflanzte Bäume mit insektenfreundlichen Stauden wie Katzenminze, Indianernessel, Malven und Steinquendel unterpflanzt werden. Ergänzend sorgen Schafgarbe und Präriesonnenhut für eine attraktive Gestaltung. Auch die künftige Umgestaltung des ehemaligen Ströllerbachrings (am AWO-Familienzentrum/Limespark), der anlässlich des Weindorf-Besuchs aus Öhringens polnischer Partnerstadt Kędzierzyn-Koźle/Polen zum „Kędzierzyn-Koźle Ring“ umbenannt werden wird, ist in Planung. Zusätzlich werden im gesamten Stadtgebiet bislang wenig beachtete Beete aufgewertet, indem dort Bäume gepflanzt und mit ökologisch wertvollen Stauden kombiniert werden.
Im Jahr 2026 wurden bislang rund 100 Laubhochstämme, 35 Obsthochstämme sowie etwa 10.000 Stauden gepflanzt. Für den Herbst sind weitere rund 50 Laubbäume geplant, unter anderem zur Nachpflanzung ausgefallener Bäume, beispielsweise in der Cappelaue. Weitere Pflanzungen sind unter anderem im Limespark sowie entlang der Ströllerbachallee und Römerallee vorgesehen.
Grundlage aller Maßnahmen ist eine konsequente Ausrichtung auf den Klimawandel. Ziel ist es, pflegeleichte, robuste und hitzetolerante Pflanzungen zu etablieren, die weniger Bewässerung und Pflegeaufwand erfordern. Dabei setzt die Stadt verstärkt auf sogenannte „Zukunftsbäume“, die besser mit Trockenheit, Hitze, Streusalz und schwierigen Standortbedingungen zurechtkommen. Grundlage hierfür sind unter anderem Empfehlungen des Bundes deutscher Baumschulen und der GALK-Liste (Arbeitskreis Stadtbäume der Gartenamtsleiterkonferenz).
Zusätzlich wird in Öhringen großer Wert auf standortgerechte Pflanzung gelegt, einschließlich angepasster Substrate, die inzwischen teilweise selbst gemischt werden, um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Insgesamt verfolgt die Stadt damit eine langfristig ausgerichtete, klimaangepasste und ökologisch wertvolle Stadtbegrünung.
Regional und saisonal: Entdecken Sie erntefrische Produkte von Winzern, Bauern, Metzgern usw. in Öhringen auf dem Wochenmarkt, in Hofläden und Automaten. Alle Infos gibt es hier: https://www.hohenloher-perlen.de/geniessen/direktvermarkter
Unsere Innenstadt wird noch ein Stück grüner, lebendiger und genussvoller: Unser Team vom Baubetriebshof hat mehrere Naschgärten aufgestellt und bepflanzt. Damit wird das Stadtbild nicht nur verschönert, sondern zugleich ein kleiner, öffentlicher Ort des Entdeckens, Erntens und Mitmachens geschaffen.
Die Naschgärten sind bunt und abwechslungsreich bepflanzt – unter anderem mit Kräutern, Himbeeren, Walderdbeeren, Brombeeren, Feigen, Bayernkiwi, Johannisbeeren, Salat, Mangold, Radicchio und Basilikum. Ihr dürft euch gerne bedienen und ernten.
Es handelt sich dabei um eine einfache, persönliche und wirksame Art, Ressourcen zu schonen und Nachbarschaftsbeziehungen zu stärken. Gut erhaltene Bücher, Haushaltsgegenstände, Kinderspielzeug oder Deko finden ein zweites Leben. Aber natürlich gibt es einiges zu beachten, denn diese Kisten sind nicht als Ersatz für den Mülleimer zu sehen und dürfen auch nicht widerrechtlich abgestellt werden.
Mit einer guten Auswahl, wetterfester Platzierung, klarer Beschriftung und kurzen Zeitfenstern (nachts reinstellen, max. 24 Stunden) lassen sich viele Vorteile erzielen, ohne öffentliche Flächen zu belasten. Daher sollten nur saubere, intakte und jugendfreie Gegenstände rausgestellt und auf Lebensmittel, gefährliche Stoffe (Altöl, Lacke), scharfkantiges Glas oder kaputte Elektrogeräte verzichtet werden.
Bitte darauf achten, dass die Kiste nicht auf einer öffentlichen Fläche steht und sichtbar und lesbar beschriftet ist mit „zu verschenken“.
Platzierung und rechtliche Hinweise
Auf dem eigenem Privatgrundstück (Vorgarten, Grundstücksmauer, Hofeinfahrt) sind diese Kisten unproblematisch. Diese sollten so platziert werden, dass Passantinnen und Passanten sie erreichen können, ohne direkt das Grundstück betreten zu müssen.
Auf öffentlichen Verkehrsflächen gilt: Rettungswege, Gehwege und Zugänge müssen frei bleiben. Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen dürfen niemals behindert werden.
Wenn Kisten Gehwege übermäßig behindern, zu Beschwerden führen oder als dauerhafte Müll-Ablagerung wahrgenommen werden, kann das Ordnungsamt einschreiten.
Alternativen
- Sozialkaufhäuser, Rote-Kreuz- und Diakonie-Annahmestellen
- Bücher-/Tauschschränke, z. B. am Mehrgenerationenhaus in Öhringen
- Flohmärkte und Tauschveranstaltungen
- Online-Gruppen und regionale Tausch- und Verschenkgruppen
- Direktes Verschenken im Freundes- und Bekanntenkreis oder über soziale Netzwerke
- Recyclinghof
In den letzten Wochen haben wir mehrere Maßnahmen und Beobachtungen rund um das Thema Müllentsorgung in unserer Stadt dokumentiert und Neues etabliert.
Neue Ausstattung und Maßnahmen
- E-Zigaretten-Mülleimer: Insgesamt vier spezielle Behälter stehen nun an stark frequentierten Stellen zur sicheren Entsorgung von E-Zigaretten und Akkus bereit.
- Pizzaschachtel-Entsorgung: Drei zusätzliche Behälter, speziell für Pizzaschachteln und vergleichbare Kartonverpackungen, wurden installiert.
- Videoüberwachung an der Kläranlage: Zur Vermeidung von wilden Müllablagerungen wurde eine neue Videoüberwachung an der Kläranlage eingerichtet.
Altkleidercontainer
Altkleidercontainer wurden von städtischen Flächen entfernt und stehen jetzt nur noch auf privaten Grundstücken. Diese Maßnahme folgte wiederholten Fällen, in denen Kleidungsmüll außerhalb der Container vorgefunden wurde. Abgabe der Alttextilien erfolgt auf dem Recyclinghof.
Saisonal beobachtete Probleme
Bei wärmeren, sonnigen Tagen steigen die Besucherzahlen in Eisdielen; dadurch füllen sich öffentliche Mülleimer schneller. Das zeigt sich bereits jetzt an den schönen Frühlingstagen. Gleichzeitig nehmen Mitnahmeverpackungen (Essen-to-go) und Pizzaschachteln deutlich zu.
Zigarettenkippen sind punktuell ein Problem. Ebenso werden an einigen Stellen gehäuft Sonnenblumenkerneschalen entsorgt. Unsere Teams klären regelmäßig darüber auf, wie wichtig saubere öffentliche Flächen sind.
Aktionen der Ortsteile
Fast alle Ortsteile führen im März Flurputzaktionen durch — ein wichtiger Beitrag zur Sauberkeit vor Ort und zur Sensibilisierung der Bevölkerung. Vielen Dank an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer!
Häufige Verhaltensprobleme und Hinweise
Das größte wiederkehrende Problem ist, dass Müll häufig zu früh zur Abholung bereitgestellt wird (z. B. Sperrmüll, gelbe Säcke, Tonnen). Wir informieren fortlaufend darüber, dies zu vermeiden und geben praktische Tipps wie:
- Nutzung von Halterungen, Körben oder Aufhängungen, damit Abfall nicht ungeschützt am Straßenrand liegt;
- Nutzung der Abfall-App von der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis zur Erinnerung an Abholtermine.
- Wichtig: Die bestehende Satzung der Abfallwirtschaft regelt das Herausstellen von Müll klar: frühestens ab 17 Uhr am Vorabend und spätestens bis 6 Uhr am Abholtag — stets mit geschlossenem Deckel.

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 globale Ziele, die von den vereinten Nationen 2015 verabschiedet wurden, um eine nachhaltige und gerechte Entwicklung bis 2030 zu fördern.
Sie decken Bereiche wie Armut, Hunger, Gesundheit, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, sauberes Wasser, Energie, und Klimaschutz ab. Ziel ist, globale Herausforderungen durch Zusammenarbeit zu bewältigen und eine nachhaltige Zukunft für alle zu sichern.
Informieren Sie sich zu den SDGs an unserem KlimaPoint oder holen Sie sich die SDG-Postkarten auf Hohenlohisch im Rathaus ab.
Her Infos gibt es hier

Im sogenannten „KlimaPoint“ im Rathaus finden Bürgerinnen und Bürger eine lebendige Plattform, die Informationen zu verschiedenen Themen rund um den Klimawandel und die nachhaltige Entwicklung bietet. Unser Motto: „Öhringen. Wir schützen, was wir lieben.“ Dieses Projekt ist ein lebendiger Ausdruck unseres Engagements für eine nachhaltige Zukunft und fördert aktiv das Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Die Gestaltung des KlimaPoints war eine Idee der KlimaScouts und unserer Klimaschutzmanagerin Sophie Giebler und erfolgte unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Die Hohenloher-Perlen-Wand wurde wiederverwendet, und das innovative Wandflyerregal ist aus übrig gebliebenen Materialien gefertigt worden. Die Wandbeklebungen stammen von der regionalen Firma Pecho, was den lokalen Bezug weiter stärkt.
Das Herzstück des KlimaPoints ist das interaktive Touchboard (Bildschirm). Hier können Besucherinnen und Besucher durch verschiedene Themenfelder navigieren, darunter: Strom & Wärme, Konsum & Ernährung, Mobilität, Klimaanpassung, Veranstaltungen und Klimaschutzkonzept.
Das Touchboard bietet nicht nur spannende Informationen, sondern auch ein Klimaquiz für interaktive Unterhaltung. Ergänzt werden diese Elemente durch verschiedene Informationsmaterialien für alle Altersgruppen, wie Kindermalbücher, SDG-Postkarten und Kochrezepte.
Ein großes Dankeschön gilt den Klima-Scouts (2023/2024), die diese Idee mit Engagement und Kreativität unterstützt haben, sowie den Schreinerinnen und Schreinern unseres Baubetriebshofs, unserer Grafikabteilung und den Elektrikern für ihre praktische Mithilfe. Dank dieser Zusammenarbeit haben wir einen Raum geschaffen, der vielfältige und ansprechende Inhalte bei maximaler Flexibilität bietet. Federführend für das Projekt war Klimaschutzmanagerin Sophie Giebler, die alle Akteure zusammenbrachte und die Gestaltung und Inhalte maßgeblich in ihren Händen hatte.
Die Stadt Öhringen lädt alle Öhringerinnen und Öhringer herzlich ein, uns zu den Öffnungszeiten im Rathaus zu besuchen und sich inspirieren zu lassen. Gemeinsam können wir einen Unterschied machen und für eine nachhaltige Zukunft einstehen!
Unser Bauhof-Team hat in der Cappelaue und entlang der „Alten Straße“ 35 neue Obsthochstämme gepflanzt und dort Pflegearbeiten auf der Streuobstwiese durchgeführt. Diese Pflanzaktion trägt zur Erhaltung und Förderung robuster Obstsorten und zur ökologischen Vielfalt bei. Übrigens: Stehendes Totholz ist ökologisch wertvoll, da es Lebensraum für zahlreiche Organismen und Vögel schafft und beim Verrotten Nährstoffe freisetzt.
Der Ausbau der Solarenergie schreitet im Hohenlohekreis kräftig voran. Im Jahr 2025 wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 52 Megawatt neu installiert – ein Zuwachs von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Damit verbessert sich der Landkreis in der Photovoltaik-Liga Baden-Württemberg deutlich: von Platz 32 im Jahr 2024 auf Platz 16 unter den insgesamt 44 Stadt- und Landkreisen des Landes. Im Bereich der Solarparks liegt der Landkreis landesweit sogar auf Platz 9
Regionale Bäume haben viele Vorteile: Die Stadt Öhringen setzt bei ihren Weihnachtsbäumen auf regionale Spenden. Denn diese Weihnachtsbäume aus der Region sind nachhaltig und frisch! Regionale Bäume sind oft frisch geschlagen und bleiben länger grün und duftend. Kürzere Transportwege reduzieren die CO₂-Emissionen und das ist gut für die Umwelt. Mit dem Kauf wird die lokale Wirtschaft unterstützt – das Geld bleibt in der Region und stärkt heimische Betriebe.
Ein Schritt in Richtung Klimaneutralität: Sie sehen es auf den sogenannten Klima-Streifen - die Temperaturen steigen von Jahr zu Jahr. Umso wichtiger ist es, etwas für den Klimaschutz zu tun. Daher gibt es eine erfreuliche Nachricht: Die neue Energie- und Treibhausgasbilanz für den Hohenlohekreis zeigt, dass die CO2-Emissionen pro Kopf um 36 % gesunken sind (d. h. klimaschädliche Gase, sogenannte CO2-Äquivalente). Dies ist ein wichtiger Fortschritt.
Als größte Stadt im Hohenlohekreis spielt Öhringen eine zentrale Rolle bei diesen Entwicklungen. Wir nutzen die Möglichkeit, durch lokale Initiativen und Projekte zur Reduzierung von CO2-Emissionen beizutragen. Hierzu gibt es auch ein städtisches Klimaschutzkonzept sowie Strategien zur Klimaanpassung.

Das wöchentliche Social-Media-Format „Green Day“ der Stadt Öhringen feiert sein einjähriges Bestehen. Entstanden aus der Öffentlichkeitsarbeit zum städtischen Klimaschutzkonzept, wurde das Format federführend von Klimaschutzmanagerin Sophie Giebler und Cornelia Scholz vom Online-Marketing initiiert und bespielt. Rege Diskussionen zu den einzelnen Themen sowie vielfältige Hinweise aus der Bürgerschaft zeigen: Das Thema Klimaschutz braucht einen zentralen Platz für den gemeinsamen Austausch – und der „Green Day“ erfüllt genau diese Aufgabe.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Die ämterübergreifende Kooperation hat wesentlich zum Erfolg des Formats beigetragen. Sie gewährleistet nicht nur fachliche Expertise, sondern auch die Übersetzung komplexer Themen in eine Bild- und Textsprache, die für ein breites Publikum verständlich ist. Durch gemeinsame Anstrengungen konnte ein breites Themenspektrum abgedeckt werden – von Naturschutz und Energieeinsparung bis hin zu Klimaanpassung.
„Wir gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, was wir für die Nachhaltigkeit tun. Kleine und große Fortschritte sind gleichermaßen wichtig. Aber auch jeder Einzelne ist am Zug. Gemeinsam schaffen wir eine klimaangepasste Stadt“, sagtOberbürgermeister Patrick Wegener.
Ausblick: Noch viel vor
Auch in diesem Jahr wird die Stadt Öhringen über spannende Projekte berichten, Tipps und Tricks für nachhaltiges Handeln geben und Veranstaltungen rund um grüne Themen begleiten. Die Inhalte des „Green Day“ sind nicht nur informativ, sondern auch inspirierend – und laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, aktiv am Klimaschutz teilzunehmen. Viele Themen erscheinen zusätzlich auf der städtischen Homepage und in den Öhringer Nachrichten – für alle, die keinen Zugang zu sozialen Medien haben. Das Themenspektrum reicht vom Ausbau der Fernwärme über nachhaltiges Gärtnern bis hin zu regionalen Lebensmitteln. Ganz im Sinne des Mottos: „Öhringen. Wir schützen, was wir lieben.“
