Obstbau: Öhringer Blutstreifling ist Streuobstsorte des Jahres 2019

Quelle: LOGL

Presseveröffentlichung der LOGL

(Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V.)

Obstwiesen sind Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten und weisen eine große Sorten- und Artenvielfalt auf.

Der hohe ökologische Wert basiert auf robusten und wenig pflegebedürftigen Sorten, die auch als Genreservoir zu sehen sind. Um die Bekanntheit dieser Sorten zu steigern und auf ihren unschätzbaren Wert aufmerksam zu machen kürt der LOGL bereits seit 1998 die „Streuobstsorte des Jahres“ und trägt so zum Erhalt der Artenvielfalt in Streuobstwiesen bei.

Die Arbeitsgruppe Streuobst im LOGL hat für 2019 den Öhringer Blutstreifling als Streuobstsorte des Jahres ausgewählt. Der bis in die 60er Jahre häufig angepflanzte, vielseitige und wohlschmeckende Apfel ist ein würdiger Vertreter.

Der Apfel mit dunkelroten Streifen, die ihm den Namen geben, wenig Säure und einem saftig-süßen Biss ist ein Zufallssämling. Gefunden wurde er wohl um 1860 hier Raum Öhringen. Der Mutterbaum stand  wohl noch im Jahre 1929 in Unterohrn.

Der Öhringer Blutstreifling, auch Roter Blutstreifling genannt, ist recht anspruchslos an Boden und Klima, heißt es. Was die Sorte allerdings beeinträchtigt, ist die vom Standort abhängige Schorfanfälligkeit. Die tut zwar der Qualität und dem Geschmack keinen Abbruch, aber der Optik.

Ein Infoblatt des Öhringer Blutstreiflings steht auf der Homepage der LOGL zum Download bereit.