Hohenlohekreis bei Wettbewerb „Leuchttürme des digitalen Wandels“ ausgezeichnet

Anwendung der Stabsstelle GIS informiert online über Straßensperrungen oder Verkehrsbeschränkungen

Der Hohenlohekreis hat beim landesweiten Wettbewerb „Leuchttürme des digitalen Wandels“ einen der fünf ersten Preise gewonnen. Mit dem Projekt „Digitalisierung der verkehrsrechtlichen Anordnung“ überzeugte die Stabsstelle Geoinformationssystem (GIS) nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, die zunächst per Online-Abstimmung eine Vorauswahl aus den 21 Projekten getroffen hatten, sondern auch die Bürgerjury, die letztlich die Sieger bestimmte. Bei einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart nahmen Dr. Wolfgang Eißen, Dezernent für Ländlichen Raum, Gerald Bär, Leiter des Vermessungsamtes, sowie Andre Völkner, Leiter der Stabsstelle GIS, das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro entgegen.
„Die Digitalisierung muss für den Menschen da sein und ihnen einen spürbaren Nutzen bieten“, erklärte Stefan Krebs, der Beauftragte der Landesregierung für Informationstechnologie, bei der Preisverleihung im Namen des Schirmherren des Wettbewerbs, Innenminister Thomas Strobl. Dieses Mantra passte genau zum Projekt des Hohenlohekreises, der das Kunststück fertigbrachte, als einziger Landkreis zu den Preisträgern zu gehören.
Hinter dem Namen „Digitalisierung der verkehrsrechtlichen Anordnung“ verbirgt sich ein sehr bürgernaher Zweck: eine Datenbank, auf der mithilfe eines Geoinformationssystems sämtliche Verkehrsbeschränkungen erfasst und bereitgestellt werden. Oder einfach gesagt: Jeder kann jederzeit online sehen, wann und wo Straßensperrungen oder Verkehrsbeschränkungen bestehen oder geplant sind.
„Geoinformationen sind ein Treiber und zentraler Bestandteil der digitalen Gesellschaft. Wir haben es uns auch zur Aufgabe gemacht, diese Daten für alle Bürgerinnen und Bürger leicht nutzbar zu machen“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth.
Auch Amtsleiter Gerald Bär freut sich über die Anerkennung für das Projekt: „Wir setzen damit einen digitalen Geschäftsprozess um, in dem eine Vielzahl von Beteiligten wie Polizei, Städte und Gemeinden oder ÖPNV integriert werden, was bedeutet, dass auch die Genehmigung der Straßensperrungen in Zukunft weitgehend automatisiert erfolgen kann. Die Ergebnisse, also die konkreten Sperrungen und Behinderungen, geben wir gleichzeitig über unser Portal HOKis an alle Interessensgruppen, von Rettungsdiensten bis hin zu jedem einzelnen Bürger.“
Ende Juni soll die Anwendung an den Start gehen. Dabei werden zunächst die Straßensperrungen in der Zuständigkeit des Landratsamtes digital erfasst. „Mittelfristig bauen wir jedoch auch auf die Kooperation mit den Städten Künzelsau und Öhringen sowie den Nachbarkreisen“, blickt Gerald Bär schon etwas in die Zukunft.

Hintergrund: Der „Leuchtturm“-Wettbewerb des Staatsanzeigers hatte seinen Schwerpunkt in den drei Auflagen zuvor auf dem Thema Bürgerbeteiligung und verzeichnete insgesamt 312 Projekte. Zum ambitionierten Thema Digitalisierung gingen 21 Projekte ein. Diese wurden allesamt im Staatsanzeiger mit einer Reportage vorgestellt. Ausführliche Informationen zu allen Projekten sowie alle Geschichten dazu finden Sie unter www.staatsanzeiger.de/leuchttuerme.

Bildtext: Fröhliche Gesichter bei der Verleihung des „Leuchtturms“ an den Hohenlohekreis (v.l.): Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg, Dr. Wolfgang Eißen, Dezernent für Ländlichen Raum, Gerald Bär, Leiter des Vermessungsamtes, und Andre Völkner, Leiter der Stabsstelle GIS.
Fotohinweis: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg