Gute Wurst und Schweinefleisch als Wege zum Erfolg

Wie im 19. Jahrhundert ausgewanderte Hohenloher Bauernsöhne in England als Metzger zu Ansehen und Wohlstand kamen.

Vor etwa 150 Jahren hat es sich unter Auswanderungswilligen des Gebietes um Öhringen herumgesprochen, dass sich im industrialisierten England gute Verdienstmöglichkeiten boten. Zahllose Hohenloher, darunter überaus viele aus dem heutigen Hohenlohekreis, nutzten ihre Chance, verließen ihre Heimat und ergriffen dort das Handwerk des Metzgers. In Großbritannien konnten sie eine Marktnische belegen, indem sie die Arbeiterbevölkerung in den Industriezentren mit schmackhaften Fleisch- und Wurstwaren versorgten. Die Umsätze waren hoch, die Metzger waren geachtet und sie gelangten oft zu bedeutendem Wohlstand. Doch nicht nur Männer profitierten von diesem aussichtsreichen Beruf im fremden Land, auch junge Frauen aus Hohenlohe fanden als Angestellte in den Metzgerläden ihr Auskommen, sei es als Kindermädchen, Haushaltshilfe oder Verkäuferin.
Der Vortrag berichtet über die Gründe, die zur Auswanderung führten und erklärt, warum man als Metzger in England besonders erfolgreich sein konnte. Auch auf die Probleme durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges wird eigegangen. Der Vortrag ist illustriert mit vielen Bildern.
Der pensionierte Realschullehrer Karl-Heinz Wüstner widmet sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich der historischen Erforschung seiner hohenlohischen Heimat und wurde dafür mit etlichen Preisen ausgezeichnet.
Zum Vortrag am Dienstag, 23. Oktober 2019, um 20 Uhr, lädt der Bezirksarbeitskreis Öhringen des Evangelischen Bauernwerks ins Evang. Gemeindehaus Kupferzell (Kirchgasse 10, 74635 Kupferzell) herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

 

Kontakt zum Bezirksarbeitskreis Öhringen des Evang. Bauernwerks in Württemberg e.V.:
• Vertrauensfrau Renate Bühl (Langensall)
• Bezirksbauernpfarrer Arnim Speck (Eschental)
• Bildungsreferentin Melanie Burkhardt;  07942/107-76; m.burkhardt(at)hohebuch.de