Gefahr durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste

Verkehrssicherungspflicht durch Grundeigentümer

Die historischen Dürreschäden an Bäumen und Gehölzen nach dem Trockenjahr 2018 führen vermehrt zu Risiken für Verkehrsteilnehmer, Waldbesucher und Personen, die im Wald arbeiten. Grundstücksbesitzer sind aufgefordert, verkehrsgefährdende Bäume zu beseitigen.

Das Forstamt des Landratsamtes Hohenlohekreis empfiehlt Waldbesuchern dringend, von den Dürreschäden besonders betroffene Waldgebiete zu meiden. Bei Unwetterwarnungen, Nassschnee oder Raureif sollte auf Waldbesuche komplett verzichtet werden. Verkehrsteilnehmer sollten an Waldrändern oder innerhalb von Waldgebieten vorausschauend fahren und ihre Geschwindigkeit den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Auf öffentliche Veranstaltungen im Wald sollte in den nächsten Monaten grundsätzlich verzichtet werden.

In den vergangenen Tagen ereigneten sich mehrere Unfälle, die durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste verursacht wurden. Während Waldbesucher solche Risiken als waldtypische Gefahren hinzunehmen haben, obliegt an öffentlichen Straßen und am Rande von Siedlungen die Verkehrssicherungspflicht in vollem Umfang den Eigentümern der Wald- oder Baumgrundstücke. Kommen Dritte zu Schaden, müssen diese damit rechnen, hierfür vollumfänglich haftbar gemacht zu werden. Bei Gefahr im Verzug ist auch mit einer behördlichen Ersatzvornahme rechnen.

Problematisch für die öffentliche Sicherheit ist besonders, dass mittlerweile viele Eigentümer ihre Waldgrundstücke nicht mehr kennen, nicht genau auffinden oder die Sicherheitslage nicht zuverlässig beurteilen können. Hier kann der örtliche Revierleiter oder das Forstamt auf Anfrage beratend tätig werden.