Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – weitere Fördergelder für den Hohenlohekreis

Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis vom 23. Juli 2019:

Im regulären Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) 2019 erhalten Projekte aus dem Hohenlohekreis beinahe 2,8 Millionen Euro an Fördergeldern. Weitere Anträge können nun aus sogenannten Rückflussmitteln bedient werden. Dabei fließen in den Hohenlohekreis nochmals über 700.000 Euro. „Damit gewinnt das ELR für die Innenentwicklung und Grundversorgung unserer ländlich geprägten Orte hier im Hohenlohekreis zunehmend an Bedeutung“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth.

Derzeit können Anträge für das aktuelle ELR-Jahresprogramm 2020 bei den Bürgermeisterämtern eingereicht werden. In den meisten Städten und Gemeinden im Hohenlohekreis läuft die Frist noch bis zum 13. September 2019. Für die Priorisierung der Anträge sind die Projektqualität, die Vollständigkeit der Unterlagen, die zügige Umsetzung der Maßnahmen und daraus folgend ein rascher Mittelabruf entscheidend. Auskünfte zu den Fördervoraussetzungen und zur Antragstellung sind bei den Bürgermeisterämtern erhältlich. Ansprechpartner im Landratsamt Hohenlohekreis ist Herr Hellemann, E-Mail: Hellemann-Brenner@hohenlohekreis.de,  Telefon 07940 18-272. Antragsvordrucke und weitere Informationen können unter rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx  abgerufen werden.

Hintergrund:
Ziel des ELR ist es, im ländlichen Raum attraktive Ortskerne zu schaffen, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen und eine wohnortnahe Versorgung sichern, sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Umnutzungen leerstehender Gebäude zu Wohnraum, Aufstockungen, umfassende Sanierungen und die Schließung von Baulücken im Ortskern tragen zur Nachverdichtung bei und stehen im Focus der Förderung. Dies gilt auch für Siedlungsflächen der 60er Jahre, sofern diese mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf nachweisen. Für den Förderschwerpunkt Wohnen werden daher voraussichtlich etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt.
ELR-Projekte, die überwiegend nachwachsende Rohstoffe wie z.B. Holz als Baustoff einsetzen, können einen um fünf Prozentpunkte erhöhten Fördersatz erhalten. Neben der Förderung für die Schaffung von eigengenutztem Wohnraum können auch Mietwohnungen zur Fremdvermietung in Bestandsobjekten berücksichtigt werden.
Generell gilt, dass in dem betreffenden Ort kein förmlich festgesetztes Sanierungsgebiet ausgewiesen sein darf. Ausnahme sind Orte in einer LEADER-Kulisse. Die Kommune muss die Aufnahme des Ortes oder der Gesamtgemeinde in das ELR beantragen.