Bodenuntersuchungsaktion im Hohenlohekreis beendet

Bedarfsgerechte Düngung durch die Bestimmung der Bodennährstoffgehalte möglich

Das Landwirtschaftsamt des Landratsamts Hohenlohekreis hat in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V. eine Bodenuntersuchungsaktion im Hohenlohekreis durchgeführt. Dabei ließen rund 500 Landwirte ihre Bodenproben im Labor analysieren. Unterstützt wurden sie dabei von Marie Kraft und Hermann Rieger, die das Arbeitszubehör vor Ort verteilten: Bohrstock, Probetüte und Untersuchungsantrag. „Für jede repräsentative Bodenprobe nehmen Sie  15 – 20 Bodeneinstiche in 10 – 30 cm Tiefe vor. Dabei sollten die Bodeneinstiche möglichst gleichmäßig über das gesamte Feld erfolgen“, erklärte Hermann Rieger, selbst Landwirt aus Ingelfingen, den Landwirten aus der Gemeinde Schöntal.
Nach erfolgreicher Probennahme wurden die Päckchen an das Labor Agrolab Agrarzentrum Leinefelde verschickt. Laborangestellte untersuchten diese dann auf ihre Gehalte an Phosphor, Kalium und Magnesium. Zudem wurde der pH-Wert durch die Fachleute bestimmt. Auf Wunsch der Landwirte konnten auch noch der Humusgehalt und die Spurenelemente abgedeckt werden.
Nach den Vorgaben der Düngeverordnung müssen landwirtschaftlich genutzte Flächen ab einer Größe von einem Hektar alle sechs Jahre auf die Bodenvorräte an Grundnährstoffen untersucht werden. Landwirtschaftsamt und Bauernverband arbeiten bei dieser Aktion bereits zum wiederholten Mal zusammen. Dem Landkreis ist es ebenfalls ein Anliegen, die sachgerechte Düngung auf den landwirtschaftlichen Flächen zu unterstützen und sich finanziell zu beteiligen. „Nach dem Erhalt der Laborergebnisse kann ich die Düngung dem Bedarf meines Getreides entsprechend abstimmen“ erklärt einer der teilnehmenden Landwirte zufrieden. Dadurch findet eine zielgerichtete und umweltschonende Ausbringung der Nährstoffe statt.

 

Bildunterschriften:
Bild 1: Hermann Rieger verteilt Bohrstöcke, Probetüten und Anträge an die Landwirte
Bild 2: Die Landwirte erhalten Informationen zur korrekten Probennahme
Bild 3: Landwirt Norbert Müller bei der Probennahme mit dem Bohrstock