6. Jüdische Erinnerungstage in Öhringen

Sonntag, 10. November 2019 bis Sonntag, 17 November 2019

Sonntag, den 10. November 2019 19:00 Uhr
„Gedenken an die Reichspogromnacht“
Veranstaltungsort: Kreuzgang Stiftskirche Öhringen

Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht in Zusammenarbeit mit Gemeinden der ACK und unter Mitwirkung einer Öhringer Realschulklasse. Wir gedenken im Kreuzgang der Stiftskirche an den zwei Gedenktafeln der ermordeten Juden, anschließend gehen wir mit den Erinnerungskerzen in einem Schweigemarsch zur ehemaligen Synagoge. In der ehemaligen Synagoge wird an die Schändung und Zerrstörung des jüdischen Gotteshauses erinnert. Dieses Jahr wird besonders an das Schicksal des ehemaligen und letzten jüdischen Lehrers der Synagoge, Hans Bodenheimer erinnert. Im Anschluss ist bei Tee und Gebäck wieder Zeit für Fragen und Zeit für einen Gedankenaustausch.

Dienstag 12. November 2019 19:00 Uhr
„Die Köchin des Kommandanten. Zwei Wege nach Auschwitz“
Veranstaltungsort: Ehemalige Synagoge/Haus der Jugend, Untere Torstraße 23, Öhringen

Zwei Menschen, die sich in Mannheim einst kannten, begegnen sich 1942 am Ort grauenvollster Verbrechen, in Auschwitz, wieder: zum einen Rudolf Höß, Kommandant der Todesfabrik. Zum anderen die Bibelforscherin Sopie Stippel
(Jehova Zeugin), KZ-Gefangene, die nun im Haus des Kommandanten arbeiten muss. Gezeigt wird der Film aus dem Jahre 2018 „Die Köchin des Kommandanten. Zwei Wege nach Auschwitz“ (60 Min.) Die Dokumentation begleitet den Enkel von Sophie Stippel bei der Spurensuche. Aktuelle Aufnahmen werden durch umfangreiches Archivmaterial ergänzt, namhafte Experten ordnen Persönlichkeitsmerkmale und historische Geschehnisse ein. Der Enkel von Sophie Stippel wird anwesend sein und in einer kurzen Einführung über seine Beweggründe und über die Entstehung des Filmes berichten. Nach der Filmvorführung steht er für Fragen zur Verfügung.
FSK 12 Jahre / Eintritt frei

Sonntag, 17. November 2019, 16:00 Uhr
„Opfer und Täter“
Veranstaltungsort: Ehemalige Synagoge/Haus der Jugend, Untere Torstraße 23, Öhringen

Ein literarischer und musikalischer Nachmittag mit Günter Menz und dem Gitarristen Jörg Oberascher über das Thema „Opfer und Täter“. Günter Menz wird eine Auswahl literarischer und historischer Texte vortragen, begleitet, unterbrochen und kommentiert von Gitarrenmusik.
Eintritt frei

Im Sommer 2016 hat sich der Arbeitskreis ehemalige Synagoge Öhringen dem bundesweiten Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“ als Regionale Arbeitsgruppe Hohenlohe-Franken angeschlossen. Eine Verbindung von historischer Erinnerungsarbeit und konkretem Einsatz für die Demokratie, dies war die Absicht der Gründungsmitglieder von „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ e. V. die sich 1993 vor dem
Hintergrund rassistischer und fremdenfeindlicher Ausschreitungen zusammenfanden. Entstanden ist eine überparteiliche, bundesweit tätige Vereinigung. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und politischer Teilhabe, sowie die Auseinandersetzung mit politischem Extremismus. Mit jährlich über 600 Veranstaltungen und Projekten wirkt die Vereinigung im Bereich der politischen Bildung, vor Ort, in den Regionen und auch überregional. Das Spektrum der Veranstaltungsformen ist dabei groß. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Zeitzeugengesprächen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Konzerten, Gedenkstättenfahrten oder Schülerprojekten wird eingeladen, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken.


Informationen über die bundesweite Arbeit sind zu finden unter: www.gegen-vergessen.de
info(at)gegen-vergessen.de
Telefon +49 (0)30 263 978-3
Informationen über unsere lokale Arbeit ist zu finden unter:
www.gv-fd-hohenlohe.de und www.juden-in-oehringen.de
Kontakt: ehemaligeSynagoge.Oehr(at)web.de oder
Telefon 0160 98082318


Wer Interesse an der Mitarbeit in unserem Arbeitskreis hat, darf uns gerne ansprechen. Wir freuen uns über jede Art der Unterstützung und Mitarbeit.