Sanierung der Straßenbeleuchtung – Einsatz effizienter LED-Leuchten

Effiziente LED-Leuchte im Stadtteil Cappel (Foto: Siteco GmbH)
Deutlich weniger Wartungsaufwand (Foto: Siteco GmbH)
LED-Leuchten - Testlauf in Cappel (Foto: Siteco GmbH)
LED-Leuchten - Testlauf in Cappel (Foto: Siteco GmbH)
Initiator der Klimaschutzinitiative
Projektträger der Klimaschutzinitiative

Öhringer Straßenbeleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt

Weniger Kosten – weniger CO2
Die Stadt Öhringen stellt in einer ersten Etappe bis zum Frühjahr 2013 ein Viertel aller Straßenleuchten auf modernste LED-Technik um. Die Betriebs- und Wartungskosten sowie die CO2-Belastung werden dadurch deutlich gesenkt.

Wenn die Tage kürzer werden, steigt der Bedarf nach elektrischem Licht. Nicht nur in den eigenen vier Wänden drücken wir nun immer früher am Tag auf den Lichtschalter. Auch die öffentlichen Straßenleuchten im Öhringer Stadtgebiet brennen über die Herbst- und Winterzeit länger und sorgen an öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen für die erforderliche Helligkeit.

Licht gibt es jedoch nicht zum Nulltarif. Die Straßenbeleuchtung in Öhringen verbraucht momentan etwa so viel Strom wie 300 Haushalte. Teilweise bis zu 50 Jahre alte Leuchten sind dabei wahre Stromfresser. Auch die jüngeren Leuchtmittel sind in der Lichtausbeute bei weitem nicht so effizient wie die aktuellen LED-Systeme.

Auf 80 Prozent schätzt Sachgebietsleiter Frank Hildebrand vom Stadtbauamt daher die mögliche Einsparung, wenn alle Leuchten auf modernste LED-Technik umgestellt würden. Bei insgesamt 4.200 installierten Leuchten muss dies im Öhringer Stadtgebiet jedoch schrittweise geschehen.

Für eine erste große Umstellungsetappe hat nun der Öhringer Gemeinderat im September 2012 den Weg frei gemacht. Mehr als ein Viertel aller Leuchten im Stadtgebiet werden bis zum Frühjahr 2013 durch die Elektriker des Baubetriebshofes auf modernste LED-Leuchten umgestellt.

„Nach einer erfolgreichen Testphase mit 75 Leuchten im Stadtteil Cappel stellen wir nun in ganz Öhringen 1.100 Leuchten um. Wir können dadurch den jährlichen Stromverbrauch um etwa 300.000 kWh oder 25 Prozent senken“, erläutert der städtische Lichtspezialist und Bauingenieur Frank Hildebrand.

Um etwa 60.000 Euro werden sich im städtischen Haushalt die Stromkosten dadurch jährlich reduzieren. Zugleich ist mit der Umstellung auf LED-Technik auch ein verminderter Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 um etwa 160 Tonnen im Jahr verbunden. Nachtaktive Insekten werden vom Licht einer LED zudem kaum noch angelockt. Das kaum sichtbare Lichtspektrum und der fehlende UV-Lichtanteil der LED-Straßenleuchten erleichtern den Insekten den Nachtflug. „Auch unser Wartungsaufwand reduziert sich durch die neue Technik deutlich: LED-Leuchten kommen mindestens 12 Jahre ohne Wartung aus, die konventionellen Varianten 4-5 Jahre“, stellt Hildebrand einen weiteren Vorteil heraus.

Zudem erhält die Stadt Öhringen für die Umstellung der Leuchten Fördermittel des Bundesumweltministeriums in Höhe von 25 Prozent (118.619 Euro). Die Umstellung der Straßenleuchten auf neueste LED-Technik ist daher eine Investition in die Zukunft. Sie ist nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll, da sich die Kosten von rund 475.000 Euro in nur wenigen Jahren amortisieren.

Angaben zum Förderprojekt:

Titel des Vorhabens: Sanierung der Straßenbeleuchtung – Einsatz effizienter LED-Leuchten
Laufzeit: 01.06.2012 – 31.06.2013
Förderkennzeichen: 03KS3229

Link zum Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:
www.bmu-klimaschutzinitiative.de

Link zum Projektträger Jülich / Forschungszentrum Jülich GmbH:
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

 

(15. November 2012)