Buchsbaumzünsler im Hohenlohekreis

Abfallwirtschaft bietet Entsorgungslösung

Seit rund zehn Jahren macht der aus Ostasien eingeschleppte Buchsbaumzünsler den Hobbygärtnern und Grundstücksbesitzern in der Region ordentlich zu schaffen. In vielen Gärten im Hohenlohekreis bietet bereits sich ein trauriges Bild. Buchsbäume und Hecken sind teilweise schon bis auf die Mittelrippen abgefressen. Durch die durchschnittlich warmen Temperaturen in den letzten Wochen war der Buchsbaumzünsler in diesem Jahr besonders früh dran. Angezogen wird er vor allem durch den Geruch des frisch geschnittenen Buchs.

Bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers gibt es allerdings einiges zu beachten. Um die Population im Hohenlohekreis einzudämmen, bietet die Abfallwirtschaft deshalb nun an drei Standorten im Kreis eine Containerlösung zur Entsorgung der befallenen Gehölze an. Grundsätzlich und zuallererst kann der befallene Buchs über die BioEnergieTonne BETty entsorgt werden. Sollten Sie jedoch größere Mengen entsorgen müssen, lassen Sie diese keinesfalls im Garten liegen. An folgenden Standorten werden geschlossene Container für die Entsorgung bereitgestellt: Grüngutplatz Deponie Stäffelesrain, Erddeponie Krautheim-Gommersdorf, Grüngutplatz Pfedelbach-Buchhorn. Die Öffnungszeiten können Sie dem Abfallkalender oder der Homepage www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de entnehmen.

      

Durch die geschlossenen Container wird die weitere Ausbreitung verhindert.
Die Buchsbaumzünsler-Falter sitzen vornehmlich an der Unterseite der Blätter des Buchsbaums. Zwecks Eiablage fliegen die Falter gezielt zu frisch geschnittenen Buchsbäumen und legen ihre blassgelben und linsenförmigen Eier vor allem an der Unterseite der äußeren Blätter des Gewächses ab. Liegen die Temperaturen konstant über 7°C schlüpfen nach ca. 3 Tagen die Raupen des Buchsbaumzünslers aus den Eiern. Diese durchlaufen bei Temperaturen von ca. 15°C ca. zehn Wochen lang bis zu sieben Larvenstadien. Bei Temperaturen über 20°C beschleunigt sich die Entwicklung der Raupen, sodass die sieben Larvenstadien in nur ca. drei Wochen abgeschlossen werden.

Nach dem Durchlaufen der Larvenstadien verpuppen sich die Raupen in Kokons und werden nach ca. einer Woche wiederum zu Faltern. Die Lebenszeit der nachtaktiven Falter beträgt bis zu neun Tage, in denen sie durch die Eiablage maßgeblich für die Verbreitung des Buchsbaumzünslers verantwortlich sind. Ein Falter kann bis zu 150 Eier ablegen. Optimale Bedingungen zur Entwicklung findet der Buchsbaumzünsler bei Temperaturen zwischen 18 und 30 °C vor. Dann verbreitet sich der Buchsbaumzünsler besonders schnell und kann während einer Saison bis zu vier Generationen hervorbringen. Dies ermöglicht eine rasante Verbreitung und erschwert die Bekämpfung des Schädlings ungemein. Da in einer Saison mehrere Generationen von Schädlingen entstehen, überwintert die letzte Generation zwischen den Blättern und Ästen des Buchsbaums. Zum Schutz vor Kälte überwintern die Raupen dabei in ihrem Kokon, welcher aus verklebten und verformten Blättern besteht. Dabei nutzen die Raupen die Spinnweben, um die Kokons zu verkleben und sich vor Angreifern zu schützen. Auch dieser Umstand erschwert die Bekämpfung des Schädlings.

Eine Verbreitung kann im Hohenlohekreis nicht mehr verhindert werden, da die Population bereits fortgeschritten ist. Sie kann jedoch mit der genannten Containerlösung der Abfallwirtschaft eingedämmt werden.

Bei Fragen wenden Sie sich an die Servicehotline der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis 07940 18-555.


Bildunterschrift 1: Die Raupen des Buchsbaumzünslers schützen sich mit feinen Gespinsten vor Fressfeinden.
Bildunterschrift 2: Der Buchsbaumzünslerfalter sitzt hauptsächlich unter den Blättern des Buchsbaums.