Barrierefreie Bushaltestellen in Öhringen

Die Umgestaltung der Bushaltestellen erleichtert Rollstuhl- und Rollatorfahrern das Leben

Oberbürgermeister Thilo Michler, Sabina Schmidt mit ihren Kindern Marlene und Timon und Vanessa Ohletz von den Offenen Hilfen Lichtenstern testen die Haltestellen

Menschen mit Handicap haben es im Alltag nicht leicht, eine Treppe oder ein hoher Bordstein kann da schon zu einer unüberwindbaren Hürde werden. Um ihnen den Alltag zu erleichtern, hat die Stadt Öhringen im Frühjahr zwölf Bushaltestellen zu barrierefreien Bushaltestellen umgebaut. Vor allem vor Schulen, beim Einkaufszentrum, und in der Nähe von Friedhof und Altersheim sind die Haltestellen dort nun barrierefrei. Unter der Bauleitung von Rainer Neuberg wurde der Asphaltbelag teilweise abgetragen und dann breite weiße Bordsteine eingesetzt, an die der Bus direkt heranfahren kann. Und auch Sehbehinderte können sich durch Begleitstreifen mit Rillen mit ihrem Blindenstock besser orientieren. „Mit rund 95.000 Euro war der Umbau insgesamt günstiger als erwartet“, sagt Frank Hildebrand, Tiefbauleiter vom Stadtbauamt und Initiator des Projekts.

Am 11. Oktober wurden die Haltestellen dann offiziell eingeweiht. Sabina Schmidt mit ihrem Sohn Timon, der im Rollstuhl sitzt, und Vanessa Ohletz von den Offenen Hilfen Lichtenstern konnten die barrierefreie Bushaltestelle an der Kultura mit einem dafür gecharterten Bus der Firma Herbold testen. Nachdem der Bus herangerollt ist, öffnet sich die Hintertür und der Fahrer Dieter Herbold klappt sofort eine Rampe aus um den Abstand zwischen Bus und Haltestelle zu überbrücken, damit Sabina Schmidt mit ihrem Sohn einrollen kann. Für OB Thilo Michler haben sich die Bushaltestellen bereits bei der Landesgartenschau -ihrer Generalprobe- behauptet. „Da hat alles geflutscht“, sagt Thilo Michler.

Weitere barrierefreie Bushaltestellen sind nicht in Planung, bei Neubauten wird aber auf Barrierefreiheit geachtet. Auch die Geschäfte sollen nach und nach barrierefrei werden. Außerdem wurde ein Aufzug vom Schlosshof in den Hofgarten gebaut und es werden barrierefreie Stadtführungen angeboten. Mittlerweile gibt es sogar einen barrierefreien Stadtplan, auf dem geeignete Wege durch die Stadt markiert sind. Erhältlich sind diese z.B. an der Zentrale des Rathauses.