Sie sind hier: Home - Stadt-Info - Öhringer Stadtteile - Cappel
Cappel - Zielpunkt der Stadtbahn S4
Hornberg

Cappel

Kurzübersicht
Wohnplätze: Cappel
Eingliederung der Gemeinde am: 01.01.1975
Einwohner: 1.159
Markungsfläche: 230 ha
Höhenlage ü.d. Meeresspiegel: von 226m bis 287m, Ortskern 227m
Entfernung von Öhringen: 2,0 km

Örtliche Verwaltungsstelle:
Sprechzeiten: Montag und Mittwoch: 17:00 - 18:30 Uhr
Mittwoch und Freitag: 8:30 - 11:00 Uhr
Telefon: 0 79 41 / 81 89

Ortsvorsteher:
Herbert Baier
Cappelbergstraße 19, Cappel

Ortsporträt
Der Teilort Cappel liegt zwei Kilometer oberhalb von Öhringen an der Ohrn. Die Talaue der Ohrn und die Aufschüttung der Bäche boten günstige Voraussetzungen für eine frühe Besiedlung. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1339, damals noch unter dem Namen Cappelen.

Dieser Name weist auf das Vorhandensein einer Kapelle hin, die vielleicht als erstes Gebäude auf dem Cappelberg oder an seinem Fuß an der alten Straße von Öhringen nach Neuenstein stand. Der Weiler Hornberg hat seinen Namen von einer mittelalterlichen Burg, die allerdings heute nicht mehr zu sehen ist.

Bis ins Jahr 1819 gehörte Cappel zur Linie Hohenlohe-Neuenstein, Hornberg aber zu Waldenburg. Erst danach wurden beide Orte zusammengefasst und es wurde eine einheitliche Gemarkung geschaffen. In den Jahrhunderten der Hohenlohe Herrschaft war in Cappel auch das Stift Öhringen begütert. Zum 1. Januar 1975 wurde Cappel als letzte Gemeinde ein Stadtteil von Öhringen.

In Cappel gibt es nur wenige der alten, stattlichen hohenloher Bauernhäuser, dafür eine Anzahl kleinbäuerlicher Gebäude, zum Teil mit Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem Dach. In der Dorfmitte befindet sich das Schafhaus aus dem Jahre 1747, ein Fachwerkbau mit einem Türmchen auf dem Dach. Es wurde 1950 renoviert und diente dann als Rathaus bis zur Eingemeindung nach Öhringen. Heute ist es Sitz der örtlichen Verwaltungsstelle.

Von der fürstlichen Brauerei steht heute nur noch die stattliche Brauereigaststätte. Dieser ehemals größte Betrieb Cappels war durch das Hohenloher Löwenbräu weit über die Kreisgrenzen bekannt.

Eine besondere Geschichte hat das Hofgut in Cappel. Dieses Palais wurde zusammen mit einem Park nach 1736 von Graf Johann Friedrich I. als kleines Orangerieschloss errichtet. Die ganze Südfront war offensichtlich ursprünglich verglast, den Park in französischem Stil schmückten mehrere Wasserspiele. Nach 1800 ersetzte man die Südseite durch die heutige klassizistische Front mit den Rundbogenfenstern.

Im Lauf der letzten 300 Jahre hat sich die Einwohnerzahl mehrmals recht stark verändert. Im Jahr 1700 lebten in Cappel und Hornberg zusammen knapp 140 Menschen. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts verdoppelte sich diese Zahl. Die Einwohnerschaft nahm bis 1880 auf 370 zu, um dann bis 1939 infolge der Abwanderung in die Städte wieder auf 270 abzusinken.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen die Zahlen zunächst wegen des Zuzugs der Vertriebenen stark an. So lebten 1950 in Cappel 456 Menschen. Nach einem leichten Rückgang stieg die Einwohnerzahl in der Folge stetig an, so dass Cappel schon 1975 dreimal so viele Einwohner wie 1939 vorweisen konnte. Derzeit leben ca. 1100 Menschen in Cappel.

Cappel ist durch die Jahrhunderte ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf gewesen. Im Laufe des Strukturwandels wurde aus dem Ort ein attraktiver, mittlerweile Öhringen tangierender, Wohn- und Gewerbestandort.