Schon die alten Römer bliesen ins Blech, vorwiegend um Signale zu geben. Heute finden wir die Blechblasinstrumente in Spielmannszügen, Sinfonieorchestern, Big-Bands sowie in Pop- und Jazzformationen. In punkto Material und Anblastechnik gibt es viele Gemeinsamkeiten und doch klingen die Blechblasinstrumente recht unterschiedlich. Den Ton bildet der Bläser, indem er seine Lippen entsprechend den Tonhöhen unterschiedlich spannt. Der Blasstrom wiederum versetzt die Lippen in Schwingungen und überträgt diese mit Hilfe eines Mundstückes auf das Instrument. Je nachdem wie das Mundstück, die Röhre und der Schalltrichter geformt sind, entsteht eine ganz charakteristische Klangfarbe. Durch die unterschiedliche Lippenspannung kann eine bestimmte Tonreihe, die so genannte „Naturtonreihe“, geblasen werden. Um den kompletten Tonvorrat mit allen Halbtonschritten auszuschöpfen, wurden in die einzelnen Instrumente verschiedene Mechanismen eingebaut (Zug, Ventile).
Um ein Blechblasinstrument zu spielen, ist ein stabiler Kiefer notwendig; deshalb sollten Kinder erst im Alter von 9 Jahren damit beginnen. Bei einem früheren Beginn sind bleibende Kieferschäden nicht auszuschließen. Anfängern stellt die Jugendmusikschule Leihinstrumente zur Verfügung.