Der Öhringer Malefizturm

Malefizturm Öhringen
Öhringer Malefizturm als Teil der Stadtmauer - im Hintergrund mit blauen Fensterrahmen.

Der Öhringer Malefizturm wurde zur Sühne von sogenannten Malefizverbrechen genutzt.

Er ist Teil der Stadtmauer, die sich südlich der Altstadt entlang der Ohrn erstreckt und vollständig saniert wurde.

Der Öhringer Malefizturm weist einen runden Grundriss auf und wurde mit 1,10 m starken Wänden errichtet.

Er zeigt ein Rundbogenfries in romanischer Bauweise und ist nach längerer Unterbrechung im heutigen, sanierten Zustand wieder mit einem Kegeldach ausgestattet.

Der Malefizturm wurde vor wenigen Jahren sehr umsichtig und vorbildlich saniert und dient heute als Wohnhaus mit herrlichem Blick auf die Ohrn.

Hintergrund

Von Malefizverbrechen sprach vor allem die Gerichtsbarkeit des Mittelalters. Gemeint waren Kapitalverbrechen und damit schwere Rechtsbrüche ("Missethaten"), die hohe Strafen nach sich zogen.

Heute wird der Begriff fast nur noch im Zusammenhang mit dem Brettspiel "Malefiz" verwendet, das im Jahre 1959 auf den Markt kam und den Höhepunkt der analogen Spielkultur darstellte.

Zum Gegensatzpaar gehört der Ausdruck "Benefiz", der auch in heuter Zeit noch sehr geläufig ist und beispielsweise in Verbindung mit "Benefiz-Veranstaltungen" vielfach verwendet wird.