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Das Öhringer Schloss

Das Öhringer Schloss
Schlossfassade mit Zunftbaum
Marktbrunnen und Schloss
Schloss- und Rathauseingang
Schlosshof
Beleuchteter Schlossdurchgang, Kulturnacht
Illuminationen an der Schlossfassade, Kulturnacht

Der älteste Teil des Schlosses, der “Lange Bau” mit der Durchfahrt zum Schlosshof, entstand 1611/16 an Stelle alter Chorherrenhäuser.

Die Pläne stammten vom Gräflich Hohenlohischen Baumeisters Georg Kern. Er legte das Schloss im Renaissance-Stil als Witwensitz für Gräfin Magdalena von Hohenlohe an. Letztere war eine geborene Gräfin von Nassau-Katzenelnbogen, Witwe des Grafen Wolfgang II.von Hohenlohe.

Der Rechteckbau erhielt an den Enden nach drei Seiten große Volutengiebel mit reichem Roll- und Beschlagwerk sowie Obelisken und auf der Hofseite einen achteckigen Wendeltreppenturm mit Kellerhals zum Schlosskeller.

Graf Johann Friedrich I. von Hohenlohe-Neuenstein, der 1677 erstmals für Öhringen eine Residenz gründet, lässt durch Paul Platz aus Belfort 1681/83 westlich den “Marstallbau” rechtwinklig anfügen und auf ihn zwei Giebel des “Langen Baus” versetzen.

Über dem Marstalltor befindet sich das Allianzwappen Hohenlohe und Schleswig-Holstein-Nordburg. Im Erdgeschoss entstehen Stände für 30 Pferde. Für seinen Sohn Graf Johann Friedrich II., ab 1764 Fürst zu Hohenlohe- Neuenstein-Öhringen, werden 1714/15 an der Hofseite Arkaden und darüber Korridore vorgebaut und das Mansardendach errichtet.

Sein Erbe, Fürst Ludwig Friedrich Karl, erbaut 1770/75 westlich den "Remisenbau” mit Rokoko-Bibliothek und die Freitreppe im Schlosshof. Um 1790 entsteht das Landschaftszimmer mit Wandbildern des Öhringer Hofmalers Johann Jakob Schillinger.

Fürst August II. zu Hohenlohe-Oehringen lässt 1813/14 nordwestlich den niedrigen klassizistischen Bau für den Erbprinzen ausführen und die Freitreppe zum Hofgarten neu gestalten.

Küchenbau und Turmoberteil werden 1847 erneuert, auch der “Blaue Saal” in einer Mischung von Renaissance und Frühbarock eingerichtet.

Nachdem die Stadt Öhringen das Schloss mit Hofgarten im Jahre 1961 erworben hatte, erfolgte ab dem Jahre 1975 im Innern eine umfassende Erneuerung für die Stadtverwaltung, wobei das neue Haupttreppenhaus im Marstallflügel erbaut und alte Repräsentationsräume restauriert wurden.

Die Schlosskellerei des Fürsten zu Hohenlohe-Oehringen nutzte den mächten Keller und Teile des Erdgeschosses bis zum Jahre 2009 für den Kellereibetrieb.

Seitdem ist die Schlosskellerei Fürst Hohenlohe Oehringen am neuen Standort im Öhringer Stadtteil Verrenberg zu finden.