Hintergrundinformationen zum LEADER-Projekt "LQN"

Zum Hintergrund aus Öhringer Sicht:

Das Konzept "Lebensqualität durch Nähe - LQN" ist letztlich die Übertragung der Öhringer Agenda 21 auf die teilnehmenden Stadtteile.

Während sich die Öhringer Agenda-Projekte bislang eher auf die Kernstadt oder konkrete Einzelmaßnahmen in den Stadtteilen gerichtet hatten, sollen nun die sechs Stadtteile im Verbund mit LQN einen breit angelegten Agenda-Prozess starten.

Den willkommenen Anlass bildet hierbei die EU-Förderung im Rahmen der Limesregion LEADER, in welcher das Konzept von LQN gefördert wird und die den Einstieg sowie die Umsetzung erster "Agenda-Projekte" finanziell erleichtert.

Zwei von weiteren LQN-Motiven zur Erklärung der Projektziele:

 

 

Hinweis:
Die nachfolgenden Informationen haben unsere Projektpartner in der Gemeinde Fichtenberg formuliert und uns für diesen Zweck zur Verfügung gestellt - Danke an dieser Stelle!


Was ist „LQN - Lebensqualität durch Nähe“ überhaupt?

Das Projekt „Lebensqualität durch Nähe“ wurde von der SPES in Oberösterreich basierend auf den Erfahrungen der Gemeinde Steinbach a.d. Steyr entwickelt mit dem Ziel, die Lebensqualität in ländlichen Gemeinden langfristig zu sichern.

Das Projekt enthält keine Pauschalrezepte für Gemeindeentwicklung, sondern öffnet den Raum für die Eigeninitiative und Gestaltungskraft der Bürgerinnen und Bürger.

Die Lebensqualität umfasst dabei mehrere Ebenen:

Die Sachebene, die die materielle Seite der Lebensqualität ausmacht und die
Grundbedürfnisse nach Arbeit und Versorgung abdeckt (z.B. Beruf, Haus, Nahrung).

Die Beziehungsebene, auf der die emotionalen Bedürfnisse erfüllt werden (z.B. Familie, Freundschaft, Anerkennung und Geborgenheit)

Die Sinnebene, die das Leben wertvoll macht und ihm Ziel und Zukunft gibt (z.B. „Sinn des Lebens“).

Diese drei Ebenen lassen sich auf die Gemeindeebene übertragen:

Sachebene: z.B. Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen usw.
Beziehungsebene: z.B. wie stehen die Bürger untereinander, „Wir-Gefühl“ in der Gemeinde
Sinnebene: Wo wollen wir mit unserer Gemeinde hin, was ist das Ziel, was wollen wir erreichen

Lebensqualität entsteht nur dann, wenn die Bedürfnisse auf allen drei Ebenen erfüllt sind und zwischen Sinn, Sache und Beziehung Ausgewogenheit herrscht.

Das Projekt Lebensqualität durch Nähe setzt auf allen drei Ebenen gleichzeitig an und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz.

Das Projekt ist an den Bürgerinnen und Bürger von Fichtenberg orientiert und sucht dabei die Stärken und Potentiale der Gemeinde. Diese  Bewusstseinsbildung ist der wirksamste Weg zur Sicherung der Lebensqualität.
Ziel des Projektes ist es auch, die Solidarität in der Gemeinde, das „Wir-Gefühl“, zu stärken.

Das Projekt beginnt nämlich dort, wo andere Konzepte aufhören – bei der Umsetzung!


Was ist LEADER?

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union und des Landes Baden-
Württemberg für den Ländlichen Raum. LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Développement de L´Économie Rurale“ = Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Im Rahmen von LEADER werden innovative Projekte im Ländlichen Raum gefördert.
In die Förderperiode 2007 bis 2013 wurden insgesamt 8 Gebiete in Baden-Württemberg aufgenommen.

Diese sind: Brenzregion, Limesregion, Oberschwaben, Nordschwarzwald, Südschwarzwald, Neckar-Odenwald-Tauber,Mittlerer Schwarzwald, SüdWestAlb
Wir befinden uns mit der Gemeinde Fichtenberg in der Limesregion.

Das Projekt „Lebensqualität durch Nähe“ von der SPES Zukunftsakademie ist ein Projekt, das im Rahmen von LEADER gefördert wird.


Wer oder was ist SPES?

SPES steht für „Studiengesellschaft für Projekte zur Erneuerung von Strukturen“.

Im Verein „SPES Zukunftsmodelle“ haben sich Menschen zusammen geschlossen, die zur Stärkung der Lebensqualität beitragen wollen, indem sie Methoden zur Bürgerbeteiligung, Modelle für Nahversorgung und Nachbarschaftshilfe und weitere Zukunftsmodelle entwickeln.

Ein Zukunftsmodell von SPES ist z.B. das Projekt „Lebensqualität durch Nähe“