Das Klavier

Das an allen Musikschulen Deutschlands beliebteste Instrument ist das Klavier, obwohl es in der Anschaffung das mit Abstand teuerste der traditionellen Instrumente ist. Nun muss es ja für den Anfang nicht gleich ein Steinway- oder Bösendorfer-Flügel sein, aber ein klanglich und mechanisch befriedigendes Instrument sollte unbedingt von Anfang an zur Verfügung stehen. Bei Kauf, Miete oder auch dem Mietkauf eines geeigneten Instruments stehen Ihnen die Fachlehrer der Musikschule gern beratend zur Seite.

Das Klavier (lat. „clavis“: die Taste) ist im Gegensatz zu den Blas-, Streich- und Schlaginstrumenten ein „harmonisches Instrument“, auf dem nicht nur einzelne Töne, sondern auch mehrere Töne gleichzeitig gespielt werden können. Der Pianist kann also sich selbst oder auch andere Instrumente harmonisch begleiten, wofür ihm der enorme Tonumfang von sieben Oktaven zur Verfügung steht. Das Klavier ist deshalb auch ein sehr beliebtes Solo- und Kammermusikinstrument, für das die Komponisten aller Epochen und Stilrichtungen eine sehr vielseitige und umfangreiche Literatur geschaffen haben.
Mit dem Klavierunterricht kann ein Kind bereits im Vorschulalter beginnen, da die reine Tonerzeugung keine besonderen Fähigkeiten erfordert, jedoch bedeutet die Konzentration auf einen zunächst einmal sehr kleinen Tonbereich, eine ruhige Handhaltung und die Bewegung einzelner Finger für Kinder diesen Alters zwangsläufig eine Einschränkung ihres natürlichen Bewegungsdranges. An Musikschulen wird deshalb – und weil Kindern der Einstieg in den Instrumentalunterricht dann wesentlich leichter fällt – die vorherige Absolvierung der Musikalischen Früherziehung oder Grundausbildung empfohlen. Mit dem Klavierspiel kann aber darüber hinaus auch wesentlich später als im Grundschulalter begonnen werden.
An der Jugendmusikschule Öhringen werden die ersten Grundlagen am Klavier häufig in der Gruppe gelehrt. Bei erkennbaren Fortschritten am Instrument sind später selbstverständlich auch Lektionen im Einzelunterricht möglich.

Besondere körperliche Voraussetzungen müssen nicht gegeben sein. Extrem kleine Hände können hinderlich sein, machen das Klavierspielen aber nicht unmöglich. Da in der Regel beide Hände unabhängig voneinander agieren, müssen die Schülerinnen und Schüler eine gewisse motorische Begabung und eine gute Koordinationsfähigkeit besitzen, die allerdings im Unterricht auch gezielt gefördert wird.

In der Kammermusik bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, mit anderen gemeinsam zu musizieren; dies ist ein wichtiger Bestandteil der Klavierausbildung an einer Musikschule.