Das Keyboard

Das Keyboard löste als elektronisches Tasteninstrument einerseits die frühere Heimorgel ab, andererseits vereinigt es heute viele Eigenschaften moderner Synthesizer in sich. Wie dieser findet es heute hauptsächlich in der Rock- und Popmusik Verwendung, wird aber auch in seiner Eigenschaft als leicht zu transportierendes Gerät in vielen anderen Besetzungen als Begleitinstrument eingesetzt.

Was den Keyboardunterricht betrifft, gibt es immer wieder Eltern, die das Keyboard für eine preisgünstige Alternative zum Klavier halten. Es ist aber ein großes Missverständnis zu glauben, wer Keyboard zu spielen gelernt hat, könne auch ohne weiteres Klavier spielen! Größe, Tastenanschlag, Spielweise und Klangeigenschaften sind mit dem Klavier in keiner Weise vergleichbar. Auch die gängigen Schulwerke unterscheiden sich grundsätzlich von Klavierschulen. Der hauptsächliche Unterschied besteht darin, dass in den normalen Keyboardschulen mit der linken Hand feste Griffe eingeübt werden, die in einer bestimmten Einstellung automatisch eine Begleitung zur Melodie der rechten Hand erklingen lassen. Im Klavierunterricht wird dagegen von Anfang an auf eine gleichmäßige Ausbildung beider Hände Wert gelegt.

Wenn Sie als Eltern also im Grunde genommen nur nach einer preiswerten Möglichkeit suchen, ihrem Kind zum Klavierunterricht geben zu lassen, denken Sie bitte daran, dass dafür nicht immer sofort ein neues Klavier angeschafft werden muss. Klaviere können heute zum Beispiel zu günstigen Konditionen geliehen und der Mietpreis im Fall eines Kaufentschlusses angerechnet werden.

Beim Kauf eines Keyboards sollten Sie darauf achten, dass das Instrument Anschlagsdynamik hat, was bedeutet, dass die Stärke des Drucks, der auf die Tasten ausgeübt wird, eine entsprechende Lautstärke bewirkt.

Keyboardunterricht wird im Normalfall im Partner- und Einzelunterricht erteilt. Im Fall des Keyboards verfügt die Musikschule über keine Leihinstrumente.