Das Horn

In früherer Zeit wurden Töne auf Tierhörnern, Schnecken und Muscheln hervorgebracht. Hörner dienten im europäischen Kulturraum vorwiegend als Kult- und Signalinstrumente (Jagd, Krieg, Post). Erst die Erfindung der Ventile im 19. Jahrhundert brachte dem Horn als Instrument den Durchbruch und wies ihm seine heute wichtige Stellung im Orchester und als Soloinstrument zu.

Erkennungsmerkmal ist seine kreisrunde Form mit nach unten gerichtetem Schalltrichter, dessen Durchmesser beachtliche 30 Zentimeter misst. Im Gegensatz zu den anderen Blechblasinstrumenten wird das Horn in der Regel mit der rechten Hand gehalten, während die linke die Ventile bewegt. Mit den modernen Ventilhörnern lassen sich alle Melodien auch in schwierigeren Tonarten problemlos blasen. Das Vorurteil, dass nur kräftige Jungen dazu geeignet seien, gehört übrigens längst der Vergangenheit an.