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Die Ersten von morgen sein

Ing. Karl Sieghartsleitner (A)


Alt-Bürgermeister aus Österreich Karl Sieghartsleitner sprach in der Öhringer Stiftskirche

Bei der Auftaktveranstaltung zu dem LEADER-Projekt „Lebensqualität durch Nähe – LQN“ im Juli 2009 in Verrenberg hat man sich kennen gelernt. Bei einer Exkursion in seine österreichische Heimatgemeinde wurden die Beziehungen vertieft zu Karl Sieghartsleitner, dem ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Steinbach an der Steyr in Oberösterreich. Er hatte in Verrenberg das Impulsreferat gehalten.
 
Dekan Joachim Stier sagte in seiner Begrüßung, es tue gut, in dieser Krisenzeit über  gemeinsame Zukunft und über Mut zur Zukunft zu sprechen und hieß den auch aus seiner Religiosität argumentierenden Referenten herzlich willkommen.  OB Thilo Michler ging in seinem Grußwort auf die Zusammenhänge der LEADER-Förderung und des Projektes „LQN“ ein und freute sich darüber, den „erfolgreichsten Dorfentwickler Österreichs“ erneut in Öhringen willkommen zu heißen.

In seiner unnachahmlich mitreißenden und überzeugenden Art trat Sieghartsleitner am Samstagabend, diesmal auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Öhringen, unterstützt durch das Stadtmanagement Öhringen, in der Stiftskirche erneut ans Mikrofon. Unter dem Motto „Die Zukunft gemeinsam und nachhaltig gestalten“ brannte er vor knapp 100 Zuhörern ein Feuerwerk von Ideen und Beispielen partnerschaftlichen Handelns und Gestaltens in der Familie, in der Dorfgemeinschaft und darüber hinaus ab.

Sieghartsleitner zeigte sich beeindruckt von den Theorien des 2001 verstorbenen Zukunftsforschers Prof. Johannes Millendorfer, der sagte, dass Familienqualität, Wertvorstellungen und Verhaltensweisen sich auf den wirtschaftlichen Wohlstand auswirkten. Er vertrat sogar die Ansicht, dass gerade die Menschen im ländlichen Raum, in dem diese Wertvorstellungen noch einen hohen Stellenwert besitzen, nicht die Verlierer von gestern sondern die Gewinner von morgen sein werden.

Diese Theorie lebt fort in der SPES-Akademie Schlierbach (SPES = lateinisch Hoffnung) und deren Aufgaben und Zielen. So wurde dort das Projekt LQN entwickelt und mittlerweile erfolgreich mit Hilfe von Fördermitteln der EU (LEADER) exportiert. Es soll aufrufen zu partnerschaftlichem Handeln in allen Situationen des täglichen Lebens, z.B. unter Anwendung der „drei goldenen K’s“: Konflikte lösen, Kreativität fördern, Kooperationen beginnen.
Nur dann ist der Boden bereitet für Neues, für die Zukunft.

Zusammen mit den Darbietungen der jungen Sopranistin Vera Vogtländer, hervorragend begleitet von Lucca Bähne am Flügel war es ein stimmiger Abend, zu dem sogar Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Fichtenberg und aus der Region Nordschwarzwald, die auch in LQN-Projekte eingebunden sind angereist waren.